Ladetechnik Audi: Ladepark mit Netzsimulator bildet verschiedene Stromnetze ab

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In Ingolstadt testet Audi das Laden von Elektroautos in Stromnetzen aus aller Welt. Dazu setzt der Automobilhersteller einen Netzsimulator ein, der die unterschiedlichen Stromnetze anderer Länder abbildet. Die aus diesem Feldversuch gesammelten Daten und Erkenntnisse fließen direkt in die Forschung und Entwicklung des Autobauers ein.

Audi testet mit einem Netzsimulator das Laden von Elektroautos in Stromnetzen aus aller Welt.(Bild:  Audi AG)
Audi testet mit einem Netzsimulator das Laden von Elektroautos in Stromnetzen aus aller Welt.
(Bild: Audi AG)

Audi betreibt an seinem Standort in Ingolstadt seit Anfang des Jahres einen variabel einstellbaren Netzsimulator. Der Simulator ist das Herzstück des Erprobungs-Ladeparks der technischen Entwicklung. Dort sind Ladesäulen von verschiedenen Herstellern aus diversen Ländern aufgebaut. Der Netzsimulator macht es möglich, Ladesäulen aus nicht EU-Ländern mit der notwendigen Spannung und Netzform zu betreiben. Damit wird ein Feldversuch geschaffen, der die Gegebenheiten verschiedener Vertriebsregionen weltweit simuliert. Die Installation der Netzsimulation wurde von Bosch Rexroth in Zusammenarbeit mit dem Partnerunternehmen Schmidbaur durchgeführt.

Unterschiede bei Stromnetzen

Beim Blick auf die Steckdosen zeigt sich bereits – Strom ist nicht gleich Strom. Stromnetze können sich in ihrer Netzform, Spannung und Frequenz unterscheiden. Ist ein Gerät wie in Nordamerika auf eine Spannung von 120 V und 60 Hz ausgelegt, lässt es sich nicht mit den in Europa üblichen 230 V und 50 Hz betreiben. Der Netzsimulator versetzt den Autobauer nun in die Lage zu prüfen, ob seine Stromer auch mit Ladesäulen in den USA oder in China ordnungsgemäß laden.

Eigenentwicklung

Den Simulator mit einer Leistung von 500 kW hat Bosch Rexroth in Zusammenarbeit mit Audi entwickelt. Die neue Anlage stellt Spannungen im Bereich von 100 bis 540 V und Frequenzen von 40 bis 65 Hz bereit. Sie unterstützt sowohl ein-, zwei- als auch dreiphasige Netze und Split-Phase-Betrieb.

Durch den Erprobungsladepark mit Netzsimulator kann das Unternehmen Erkenntnisse darüber gewinnen, wie Elektrofahrzeug und Ladesäule interagieren. Das so gewonnene Wissen trägt dazu bei, dass Fahrzeug-Software besser an die weltweit gängigen Ladesäulen angepasst werden kann und das Ladeverhalten der Stromer zu verbessern. Mit dem Netzsimulator lassen sich aufwändige Tests im Ausland minieren und somit Zeit und Kosten sparen.  (se)

(ID:50303393)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung