Feststoffbatterien Akkuzukunft: Nissan richtet Pilotanlage für Feststoffbatterien ein

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Feststoffbatterien bieten unter anderem das Potenzial für verbesserte Leistung, Sicherheit und Zuverlässigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Li-Ionen-Batterien. Um der Vision „Nissan Ambition 2030“ Rechnung zu tragen, richtet der Automobilhersteller eine Pilotanlage für Feststoffbatterien ein, um sie bis 2029 auf den Markt zu bringen.

Noch befindet sich die Feststoffbatterie-Pilotanlage von Nissan im Bau.(Bild:  Nissan)
Noch befindet sich die Feststoffbatterie-Pilotanlage von Nissan im Bau.
(Bild: Nissan)

Im Gegensatz zu weitverbreiteten Li-Ionen-Akkus kommen in einer Feststoffbatterie, wie der Name bereits verrät, nicht flüssige oder gelartige Elektrolyte, sondern feste zum Einsatz. Die Technologie verspricht eine höhere thermische Stabilität, die sie für vielfältige Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen interessant macht. Dazu wird eine höhere Energiedichte erwartet, wodurch die Akkus mehr Energie pro Volumeneinheit speichern. Zeitgleich sollen Feststoffbatterien eine längere Lebensdauer bei einer höheren Sicherheit und Ladefähigkeit bieten.

Das klingt selbstverständlich vielversprechend. Jedoch stehen Batteriehersteller noch vor allerhand Herausforderungen. So müssen noch Fragen hinsichtlich der Produktionskosten und der Skalierbarkeit beantwortet werden. Diese Fragen scheinen beim Automobilhersteller Nissan zumindest für sich schon gelöst zu sein, denn zumindest möchten die Verantwortlichen bis zum Jahr 2029 die ersten Feststoffbatterien auf den Markt bringen. Um das zu bewerkstelligen, wird nun im Nissan-Werk in Yokohama eine Pilotanlage für Feststoffbatterien eingerichtet.

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Nissan Ambition 2030 dient als Ansporn

Die Unternehmensvision „Nissan Ambition 2030“ verfolgt den Plan, bis zum Geschäftsjahr 2028, das am 31. März 2029 endet, Feststoffbatterien für einen Einsatz in unterschiedlichen Fahrzeugsegmenten anzubieten. Ziel ist es damit, die Wettbewerbsfähigkeit von E-Fahrzeugen zu verbessern. Dafür wurde bei Nissan viel Geld und Zeit in die Forschung und Entwicklung gesteckt, um etwa die Batterietechnologie auf molekularer Ebene zu erforschen und Konzepte von Städten zu erstellen, in denen E-Fahrzeuge dank bidirektionalem Laden als Energiespeicher dienen.

„Die sogenannten All-Solid-State-Batterien heben die Elektromobilität auf die nächste Stufe: Sie haben eine nahezu doppelt so hohe Energiedichte wie herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien, kürzere Ladezeiten infolge einer besseren Ladeleistung und geringere Kosten aufgrund günstigerer Materialien“, teilt Nissan mit. Die Pilotanlage für die Hochvoltakkus befindet sich aktuell im Bau und soll bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024, also bis spätestens zum 31. März 2025, fertiggestellt sein. (sb)

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