Halbleiter ADAS und automatisiertes Fahren in China: Volkswagen entwickelt eigene SoCs

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Carizon, das Joint-Venture der Volkswagen-Tochter Cariad und des chinesischen Zulieferers Horizon wird zukünftig SoCs in China entwickeln. Die Komponente ist speziell für intelligente, vernetzte Fahrzeuge ausgelegt und soll zukünftige ADAS- und AD-Systeme unterstützen.

Carizon, das Joint-Venture von Cariad und Horizon wird zukünftig SoCs in China entwickeln. (Bild:  Volkswagen)
Carizon, das Joint-Venture von Cariad und Horizon wird zukünftig SoCs in China entwickeln.
(Bild: Volkswagen)

Nach dem Produktionsstart der ersten ADAS-Lösung von Carizon in diesem Jahr und der Markteinführung in den ersten Volkswagen-Fahrzeugen im Jahr 2026 markiert der neue SoC den Startschuss für die zweite Phase der lokalen Strategie des Konzerns für intelligentes Fahren – die Vertiefung seiner Full-Stack-Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in China für China und die Bereitstellung smarter und sicherer Lösungen für einen größeren Kreis lokaler Kunden.

Gebündelte Kompetenz

Durch die gemeinsame Entwicklung bei Carizon will Volkswagen deutsche Ingenieurskompetenz mit der Hardware- und Software-Expertise sowie den Serienfertigungskapazitäten von Horizon Robotics kombinieren. Das SoC wurde für die komplexen Straßenverhältnisse und vielfältigen Fahrsituationen in China entwickelt und wird die Echtzeit-Entscheidungsfindung, die Rechenleistung und die Systemeffizienz erheblich verbessern, wodurch chinesische Fahrer durch eine verbesserte Sicherheitsredundanz und intelligente Fahrleistung im Stadtverkehr profitieren sollen. Die Komponente soll innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre ausgeliefert werden und eine Rechenleistung von etwa 500 bis 700 Tera Operations per Second (TOPS) bieten.

In und für China entwickeln

Mit der Neuentwicklung will man seine lokale „Innovationskraft in China vertiefen“, wie es seitens des Konzerns hieß. Durch die Sicherung des Eigentums an Kerntechnologien will Volkswagen „die Entwicklungseffizienz weiter steigern und leistungsstarke intelligente Fahrfunktionen für eine größere Bandbreite an Antriebsmodellen und Preissegmenten zugänglich machen“. Damit will man eine starke Skalierbarkeit über die neuen ICV-Plattformen des Konzerns hinweg erzielen.

Volkswagen will mit den neuen SoCs ein vollständig lokalisiertes F&E-Ökosystem bereitsstellen, das Chips, Software, Systeme und Fahrzeuge umfasst – und damit den Grundstein für die nächste Stufe der intelligenten Transformation in China legt. Ab 2026 werden die ersten Fahrzeuge, die mit der Carizon-ADAS-Lösung auf Basis des CEA ausgestattet sind, an chinesische Kunden ausgeliefert. Bis 2027 plant das Unternehmen die Einführung von mehr als 20 elektrifizierten Modellen in China und bis 2030 von rund 30 vollelektrischen Modellen.  (se)

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