Rohstoffgewinnung 100 Millionen Euro Förderung für die Lithium-Projekte von Vulcan Energy

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Für eine Beschleunigung der Elektrifizierung des Individualverkehrs ist Rohstoffsicherheit für die Produktion von Li-Ionen-Akkus unverzichtbar. Vulcan Energy betreibt Projekte zur Lithium-Gewinnung und -Verarbeitung in Deutschland. Bund und Länder unterstützen die Vorhaben mit einer stattlichen Förderung.

V-Lion ist der Markenname von Vulcan Energy für das in Höchst hergestellte LHM in Batteriequalität, dessen Produktqualifizierung bereits mit Partnern gestartet ist.(Bild:  Vulcan Energy)
V-Lion ist der Markenname von Vulcan Energy für das in Höchst hergestellte LHM in Batteriequalität, dessen Produktqualifizierung bereits mit Partnern gestartet ist.
(Bild: Vulcan Energy)

Kürzlich erst zeichnete eine Studie chinesischer und skandinavischer Forscher ein verheerendes Bild von der Verfügbarkeit von Lithium in den kommenden fünf Jahren. Werden weltweit nicht massiv Förderkapazitäten ausgebaut, so heißt es, dann droht insbesondere Europa ein Lithiumdefizit, sofern an den Zielen zur Elektrifizierung des Verkehrs und der Erreichung von Klimazielen festgehalten wird.

Um dem Rohstoffbedarf zumindest teilweise begegnen zu können, haben sich mehrere Unternehmen in Deutschland der Aufgabe gewidmet, Lithium und auf Lithium basierende Produkte zu fördern und zu verarbeiten. Eines dieser Unternehmen ist Vulcan Energy, das aus dem Solewasser des Oberrheingrabens im rheinland-pfälzischen Landau Lithium extrahiert und zu Lithiumchlorid produziert, bevor es im hessischen Frankfurt-Höchst zu batteriefertigem Lithiumhydroxidmonohydrat (LHM) verarbeitet wird.

Das somit rein in Europa gewonnene LHM soll bereits in Qualifizierungsprozessen bei führenden Unternehmen wie Stellantis, LG und Umicore genutzt werden. Erst im März 2025 wurde das Projekt in Landau durch die EU-Kommission zum strategischen Projekt im Rahmen des Critical Raw Materials Act in der EU gewählt. Die Bemühungen und sicherlich auch das Label „Made in Europe“ haben den Bund und die beiden Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen dazu ermutigt, den Unternehmungen von Vulcan Energy Fördermittel zukommen zu lassen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat am 22. Juli 2025 mitgeteilt, dass die Investitionsvorhaben von Vulcan Energy und Tochtergesellschaften in Höhe von rund 690 Millionen Euro in die Lithiumförderung von Bund sowie den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen unterstützt werden. 103,6 Millionen Euro sollen in die Richtung von Vulcan Energy fließen, wobei 40 Prozent vom Bund getragen werden und die Länder die Fördersumme mit jeweils 30 Prozent kofinanzieren. Die Summe wird auf Basis anerkannter, förderfähiger Ausgaben ab dem 1. Oktober 2025 anteilig über einen Zeitraum von 36 Monaten ausgezahlt. (sb)

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