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Welche Rahmenbedingungen können zu vereisten Kontaktoberflächen führen?
Anforderungen an die Relaiskonstruktion:
- dichtes Relais,
- relativ großes Spulenvolumen im Vergleich zum Relaisgesamtvolumen,
- relativ geringe Kontaktkräfte,
- glatte Kontaktoberflächenbeschaffenheit (z.B. Relais im Neuzustand, stromlose Ein- und Ausschaltzyklen).
Anforderungen an die Umgebung:
- niedrige Umgebungstemperaturen (weit unter 0 °C),
- Temperatur der Spule während der Ansteuerung >0 °C, deshalb verdunstet die Feuchte aus der Lackdrahtoberfläche,
- Temperatur des Kontaktes <0 °C, sodass auf der Oberfläche kondensierte Wassermoleküle gefrieren,
- kleine Lastströme, deshalb geringe Aufheizung der Kontakte.
Die Vielfalt der Einflussfaktoren und deren Wechselwirkungen lässt eine genaue numerische Festlegung der physikalischen Größen nicht zu. Bild 3 beschreibt jedoch die Grenzbedingungen für einen störungslosen Betrieb des Relais im Groben.
Bild 4 zeigt zur besseren Veranschaulichung beispielhaft die zeitlichen Abläufe, die an einem Schließer-Kontakt-Relais zur Vereisung führen können.
Die Intervalle 1, 2 und 4 sind, mit Ansteuerspannungen unterhalb der Relaisnennspannung (niedrig/mittel), unauffällig. Erregerspannungen im Bereich der Nennspannung erzeugen Schließer-Kontakt-Unterbrechungen.
Einige Abhilfemaßnahmen, sowohl in der Relaiskonstruktion als auch im Ansteuerverhalten, lassen sich daraus ableiten.
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