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Unter der Annahme, dass Bildsensor und Serializer mit 1,8 V versorgt werden, geben die Tabellen 1 und 2 Beispiele mit VPOC-Werten von 4 V, 6 V und 10 V sowie Koaxialkabeln von 10 und 3 m Länge wieder. Mithilfe der angeführten Berechnungen wird deutlich, dass ein VDC-Wert von 10 V besser ist als 6 V. Ebenso ist klar, dass ein VDC-Wert von 4 V mit einem Linearregler einen Störimpuls von übermäßig hoher Amplitude erzeugt.
Überlegungen zur Bandbreite
Bild 6 zeigt in vereinfachter Form den Übertragungskanal zwischen den SerDes-Modulen. Berücksichtigt sind die 50-Ω-Leiterbahnen der Leiterplatte, die AC-Koppelkondensatoren, die Speiseinduktivitäten LPOC und das Verbindungskabel. Der Übertragungskanal hat einen Wellenwiderstand von 50 Ω, und die beiden Induktivitäten LPOC fungieren als Ableitung zur Masse. Um keinen Nebenschluss zu erzeugen und die Impedanz des Kanals nicht zu beeinträchtigen, wurde LPOC so gewählt, dass die Impedanz bei den hohen, im GHz-Bereich liegenden Frequenzen des High-Speed-Videosignals und auch bei den im MHz-Bereich angesiedelten Steuersignalen hoch ist. Die Induktivität behält ihre hohe Impedanz außerdem über den Temperaturbereich und bei dem Laststrom IDC, ohne in die Sättigung zu geraten.
Aufbau eines breitbandigen Induktivitäts-Netzwerks
Ein breitbandiges Induktivitäts-Netzwerk lässt sich aus kaskadierten Induktivitäten unterschiedlicher Größe und Bandbreite aufbauen, die den gesamten unteren, mittleren und oberen Frequenzbereich abdecken. Ein parallelgeschalteter Widerstand senkt den Gütefaktor des Netzwerks und vergrößert seinen Frequenzbereich. In Bild 7 sind die Impedanzen und Frequenzbereiche der einzelnen Induktivitäten dargestellt.
Bild 8 zeigt die Gesamtimpedanz der kaskadierten Induktivitäten über den gewünschten Frequenzbereich.
Überlegungen zur Leiterplatte
Bei der Implementierung eines Netzwerks aus mehreren zusammengesetzten Induktivitäten auf einer Leiterplatte sollte man darauf achten, keine übermäßigen parasitären Kapazitäten CPARASITIC mit den Anschlusspads der Bauelemente entstehen zu lassen, da diese Kapazitäten die Bandbreite des Netzwerks beeinträchtigen. Bild 9 zeigt schematisch das breitbandige Netzwerk aus zusammengesetzten Induktivitäten und die möglichen parasitären Kapazitäten, die durch die Anschluss-Pads entstehen. Bild 10 wiederum gibt eine Empfehlung, wie das Stromzuführungs-Netzwerk und die High-Speed-Leiterbahnen geroutet werden sollten.
Designprozedur und Anforderungen
Der Kasten „Ergänzendes zum Thema: Designprozedur und Anforderungen“ gibt Schritt für Schritt die Vorgehensweise zur Versorgung einer abgesetzten Kamera mit den entsprechenden Anforderungen wieder.
Fazit
Der Einsatz fernversorgter Kameras in Automobilen wird bei Designern und Konsumenten immer beliebter. Die in diesem Artikel beschriebene Designprozedur macht es möglich, ein einziges Koaxialkabel zum Übertragen des Videosignals, des Steuersignals und der Versorgungsspannung zwischen Host-Einheit und Kameramodul zu nutzen. Diese Lösung verbindet eine ausgezeichnete Videoqualität mit einfacher Verkabelung und einer Gewichtsreduzierung, die zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs beitragen kann.
Texas Instruments bietet leistungsfähige FPD-Link III SerDes-Chipsätze an, die für Megapixel-Kameramodule mit hoher Störbeständigkeit geeignet sind. Siehe dazu die unten angegebenen Produktinformationen.
Die in diesem Artikel wiedergegebenen Informationen lassen sich auch auf Automotive-Kameramodule und andere Anwendungen mit Fernstromversorgung anwenden.
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* T. K. Chin ist System Manager, Automotive Connectivity and Ethernet, bei Texas Instruments.
Artikelfiles und Artikellinks
Link: FPD-Link III Serializer/Deserializer
Link: DS90UB913A-Q1
Link: DS90UB914A-Q1
Link: DS90UB933-Q1
Link: DS90UB934-Q1
Link: DS90UB964-Q1
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