Elektromobilität Woran es laut E-Auto-Fahrern beim Laden besonders hapert

Reicht das öffentliche Ladenetz, um mit der steigenden Nachfrage durch immer mehr E-Auto-Fahrer Schritt zu halten? Die Beratung Roland Berger hat nun tausende BEV-Halter um ihre Einschätzung zum Thema Laden gebeten. Wir zeigen, was dabei herauskam.

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Zu langsames Laden nervt deutsche E-Auto-Fahrer am meisten.
Zu langsames Laden nervt deutsche E-Auto-Fahrer am meisten.
(Bild: Schmidt/»autoFACHMANN«)

In Deutschland gibt es immer mehr Elektroautos zu sehen. Im November war erstmals mehr als jeder fünfte neu zugelassene Pkw hierzulande ein BEV. Und die Zahl soll weiter schnell steigen: 2030 will die neue Bundesregierung 15 Millionen Stromer auf Deutschlands Straßen sehen.

Als mögliches Hindernis gerät dabei immer mehr das Ladenetz in den Fokus. der Verband der Automobilindustrie (VDA) forderte zuletzt, dass statt gut 200 wöchentlich 2.000 öffentliche Ladepunkte entstehen müssten, um mit der Marktentwicklung Schritt zu halten.

60 Prozent klagen über zu langsames Laden

Die Unternehmensberatung Roland Berger hat nun in verschiedenen Märkten insgesamt 5.225 Elektroauto-Fahrer zu ihren Lade-Erlebnissen befragt. Eine Auswertung der Umfrage zeigt, welche unbefriedigenden Faktoren wie häufig auftreten. In Deutschland dabei auf Platz eins: Zu lange Ladezeiten und instabile Ladegeschwindigkeiten. 60 Prozent der hierzulande befragten E-Auto-Halter gab an, dass ihnen das selbst schon widerfahren sei. Auch global betrachtet ist jener Faktor mit 57 Prozent der meistgenannte.

In Deutschland ähnlich oft als Problem identifiziert (57 %): die unzureichende öffentliche Infrastruktur. Global zeigten sich 54 Prozent damit unzufrieden. Deutlich häufiger als im weltweiten Durchschnitt sorgen hierzulande zudem Ladepunkte für Verärgerung, an die sich nicht alle marktüblichen Modelle anschließen lassen (Deutschland: 45 %, global: 32 %). Auch von Ladepunkten, die außer Betrieb sind, sind deutsche E-Auto-Fahrer (24 %) offenbar wesentlich häufiger auf als der Durchschnitt aller Befragten (16 %).

Die Studienautoren rechnen damit, dass die Ladeinfrastruktur in den kommenden Jahren vor allem dank massiver Subventionen schnell ausgebaut wird. Alleine in Europa rechnen die Roland-Berger-Berater, dass es Investitionen in Höhe zehn Milliarden Euro bis 2030 bräuchte, um den erwarteten Bedarf decken zu können. „Mit Blick auf die aktuelle Marktkapitalisierung und Bilanzen von Lade-Anbietern scheint diese Summe allerdings machbar“, schreiben die Autoren.

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