ÖPNV Wo Menschen es in Deutschland am weitesten zu Bus und Bahn haben

Autor / Redakteur: dpa / Marie Lücke

Der Interessenverband Allianz pro Schiene hat die Distanzen zu Haltestellen des Nahverkehrs in den Bundesländern verglichen. Wenig überraschend ist der ÖPNV in den Stadtstaaten besser erreichbar als in den Flächenländern. Doch auch dort gibt es Unterschiede.

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In ganz Deutschland ist im Schnitt der Weg zum nächsten öffentlichen Verkehrsmittel für 91 Prozent der Menschen vertretbar.
In ganz Deutschland ist im Schnitt der Weg zum nächsten öffentlichen Verkehrsmittel für 91 Prozent der Menschen vertretbar.
(Bild: Deutsche Bahn AG/Christian Gahl)

Mehr als 91 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland haben es nicht weiter als 600 Meter bis zur nächsten Bushaltestelle und 1.200 Meter bis zum nächsten Bahnhof. Allerdings gibt es größere Unterschiede zwischen den Flächenländern, wie der Interessenverband Allianz pro Schiene am Mittwoch mitteilte.

Demnach haben in Mecklenburg-Vorpommern anteilig am meisten Menschen einen weiteren Weg zu Bus- und Bahnstationen: Knapp 79 Prozent leben hier innerhalb von 600 beziehungsweise 1200 Metern Luftlinie vom nächsten Haltepunkt entfernt. Mehr als jeder und jede Fünfte hat es damit weiter.

Bayern und Mecklenburg-Vorpommern schneiden schlecht ab

Spitzenreiter bei den Flächenländern ist das Saarland, wo knapp 97 Prozent innerhalb dieser Entfernungen lebt. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen kommen auf Quoten von mindestens 99 Prozent. „Sowohl in Bayern als auch in Mecklenburg-Vorpommern ist der öffentliche Verkehr in der Fläche stark ausgedünnt“, teilte Verbandsgeschäftsführer Dirk Flege mit. „Das stellt der Landespolitik dort kein gutes Zeugnis aus.“

Die Daten für die Untersuchung stammen laut Allianz pro Schiene vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung. „Das Institut berechnet den Anteil der Bevölkerung, der innerhalb eines Radius von 600 Metern Luftlinie bis zu einer Bushaltestelle oder 1.200 Metern bis zu einem Bahnhof lebt, wobei die Stationen werktags mindestens zehn Fahrten pro Richtung anbieten müssen“, hieß es zur Erläuterung.

600 Meter entsprächen demnach einem Fußweg von etwa acht bis zehn Minuten. Das bewertet das Institut für Busse als noch zumutbar.

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