Autonomes Fahren

Wie sich das Geheimnis autonomer Autos lüften lässt

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Connext DDS Cert erleichtert die Safety-Zertifizierung

In vielen sicherheitskritischen Systemen ist DDS bereits im Einsatz. Zu den anspruchsvollsten Projekten gehört das GBSAA-System (Ground Based Sense and Avoid), das autonomen Flugzeugen das Fliegen im National Air Space (NAS) der USA erlaubt. Im Rahmen dessen unterzog RTI eine Version seines Produkts der kompletten Zertifizierung gemäß DO178C-Level A, dem strengsten Standard der FAA. Die Nachweise umfassen 940 High-Level Requirements, 3680 Low-Level Requirements, 3400 Test-Files sowie die Prüfung der Code-Abdeckung von 99,88%.

Das DO178C-Level A ist strenger als der wichtigste für autonome Fahrzeuge geltende Standard ISO 26262, in dem es um die funktionale Sicherheit von Straßenfahrzeugen geht. Connext DDS Cert kann also Fahrzeuge, die eine Safety-Zertifizierung erfordern, direkt unterstützen. Dabei wird es Entwicklerteams ermöglicht, das volle Programm mit allen Funktionen zu nutzen, um kritische Module anschließend mit vollständig zertifizierbarer Middleware zu installieren.

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Verschiedene User-Codemodule trennt die zertifizierte Middleware voneinander und unterteilt als isolierende Schicht das System in nachweislich separate Module. Somit lassen sich problemlos kritische Komponenten mit unkritischen Subsystemen kombinieren. Die dezentralisierte Unterstützung von RTI für Redundanz, automatisches Failover, serverlosen Betrieb und dynamische Upgrades macht teure zertifizierte Systeme deutlich modularer – und ihre Zertifizierung damit wesentlich kostengünstiger. Da die kleinere zertifizierte Version mit der Vollversion interoperabel ist, können Entwickler die Funktionen ohne Zusatzkosten beliebig zusammenstellen.

DDS stellt Konnektivität sicher

Ein autonomes Fahrzeug ist ein Roboter auf Rädern – und für Robotersysteme ist die Konnektivität erfolgsentscheidend. Der DDS-Standard stellt zuverlässige, flexible, echtzeitfähige und sichere Konnektivität zur Verfügung, die sich bereits in autonomen Anwendungen bewährt hat. Ausgestattet mit umfangreicher QoS-Filterung und Zustellungskontrolle, implementiert DDS ein deutlich optimiertes System. Es passt sich an alle wechselnden Komponenten an, von der Wahrnehmung, Mapping und Navigation über die Vernetzung des Fahrzeugs, Entscheidungsfindung und Planung bis hin zur Darstellung, Visualisierung und sogar Fahrzeugsteuerung.

Mit umfangreichen Video- und Sensordaten kommt es ebenso zurecht wie mit latenzarmen Feedback-Signalen. Ohne zusätzliche Arbeit können Entwickler Doppel- oder Dreifach-Redundanzschemata implementieren. Zusätzlich erhalten alle Datenflüsse eine Security-Kontrolle, und durch die nachweisbare Trennung der Module wird die Zertifizierung einfacher und kostengünstiger. Latenzzeiten im Mikrosekundenbereich, einfache Skalierbarkeit, Safety-Zertifizierung gemäß IEC 26262 und erstklassige Security charakterisieren DDS. Dies vereinfacht die Entwicklung, Integration, Debugging und Deployment. Autonome Fahrzeuge macht eine industrieerprobte und datenzentrierte Middleware effektiv, sicher und weniger kostenaufwändig.

* Reiner Duwe ist Sales Manager EMEA bei Real-Time Innovations (RTI).

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