Zweirad-Wartung Wie man sein Fahrrad richtig pflegt

Autor / Redakteur: dpa / Lena Sattler

Experten empfehlen, das Fahrrad regelmäßig zu pflegen. Ein gewartetes Rad läuft besser und hält länger. Aber was macht man selbst und bei welchen Dingen ist die Werkstatt gefragt?

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Wer sich nicht auskennt, aber trotzdem selbst Hand ans Rad anlegen möchte, sollte sich anstehende Reparaturen erst einmal zeigen lassen.
Wer sich nicht auskennt, aber trotzdem selbst Hand ans Rad anlegen möchte, sollte sich anstehende Reparaturen erst einmal zeigen lassen.
(Bild: gemeinfrei/Pixabay)

Wer sein Rad vernachlässigt, büßt doppelt: Einmal tritt es sich dann oft deutlich schwerer. Zum anderen geht die Schluderei ins Geld, weil so schneller etwas kaputt geht, erklärt die Stiftung Warentest. Klopft man aber bei jeder Kleinigkeit beim Radladen an, wird es teuer – wenn man überhaupt kurzfristig einen Termin bekommt.

Bei der Frage selbst reparieren oder vom Mechaniker machen lassen, gelte die Regel: Wer Fehler macht, fährt gefährlich. Ist man sich unsicher, sollten Reparaturen an sicherheitsrelevanten Komponenten wie den Bremsen definitiv besser Profis erledigen.

Regelmäßige Kontrolle von Beleuchtung und Luftdruck

Wer sich nicht auskennt, aber trotzdem selbst Hand ans Rad anlegen möchte, sollte sich anstehende Reparaturen erst einmal zeigen lassen – etwa in Volkshochschulkursen oder in Selbsthilfewerkstätten der Fahrradclubs. Zudem gebe es gute Reparatur-Handbücher. Und nicht zuletzt finden sich auf Videoportalen zahllose Video-Anleitungen.

Obligatorisch ist die regelmäßige Kontrolle, ob die Beleuchtung noch funktioniert. Das schafft jede und jeder. Gleiches gilt für den Luftdruck: Da Schläuche ungefähr ein Bar an Luftdruck pro Monat verlieren, muss regelmäßig nachgepumpt werden. Auch das ist definitiv machbar.

Steht auf der Reifenflanke kein empfohlener Luftdruck, gelte: Je schmaler der Reifen, desto höher muss der Luftdruck sein. Wer keine Standluftpumpe mit Manometer hat oder kaufen möchte, findet Gratis-Druckluft bei vielen Fahrradläden oder an Tankstellen. Während die Pumpstationen an Radläden meist auf die verschiedenen Ventilarten vorbereitet sind, braucht man an der Tanke einen Aufschraubadapter, wenn das eigene Rad keine Autoventile hat.

Inspektion mindestens einmal pro Jahr

Und auch das regelmäßige Ölen der Kette ist ein machbarer Pflichttermin. Das verringere den Kettenverschleiß, erleichtere das Treten und schone die Ritzel, erklären die Warentester. Weil etwa dünnflüssiges Nähmaschinenöl fast nach jeder Fahrt neu aufgetragen werden muss, ist es sinnvoller, zähere Öle oder spezielle Kettenhaftöle zu verwenden. Eine frische Schmierung ist allerspätestens dann fällig, wenn der Antrieb leise zu rasseln beginnt oder quietscht.

Auch wenn nichts offensichtlich defekt ist oder repariert werden müsste, empfiehlt sich einmal jährlich eine Inspektion – entweder in Eigenregie oder beim Zweiradmechaniker. Bester Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr vor Beginn der Radsaison.

So eine Inspektion umfasst etwa eine Grundreinigung, eine gründliche Sichtkontrolle des gesamten Rades unter besonderer Berücksichtigung von Pedalen, Kette, Felgen und Steuersatz (Lenkung). Hinzu kommen eine Schmierung aller Gelenke, der Check von Brems- wie Schaltzügen, Bremsbelägen und Licht sowie eine Prüfung auf sauberen Lauf der Räder und intakte Reifen.

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