Kein Google-Maps-Ersatz Was die neue Autobahn-App des Bundes kann

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Die bundeseigene Autobahngesellschaft bietet jetzt eine Service-App an. Sie soll schneller als andere über Baustellen und Unfälle informieren. Manches soll sie aber auch bewusst nicht können.

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Über Staus soll die neue Autobahn-App früher informieren als die Apps anderer Anbieter.
Über Staus soll die neue Autobahn-App früher informieren als die Apps anderer Anbieter.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Autofahrer sollen über eine neue Service-App der bundeseigenen Autobahngesellschaft mehr und bessere Informationen über die Verkehrslage bekommen. Nutzer können die Anwendung ab Dienstag downloaden. Dabei soll die neue App keine Konkurrenz sein zu Google Maps & Co. – sondern eine Ergänzung.

Die Autobahn GmbH verspricht zahlreiche Mehrwerte, die Rede ist von „exklusiven Daten“. So würden Verkehrs- und Infrastrukturinformationen sowie weitere Daten rund um die Autobahnen erstmalig gebündelt in einer Anwendung geliefert. Nutzer sollen sich über hunderte Webcams entlang der Autobahnen selbst ein Bild über die Verkehrslage machen können.

Aktuelle und geplante Baustellen

Autofahrer will die App außerdem besser über Umleitungen informieren und darüber, wann Baustellen oder Unfallstellen wieder aufgelöst werden. Die Autobahngesellschaft komme als erste an die entsprechenden Informationen und gebe sie über die App weiter, früher als etwa Google Maps, sagte Strategiechef Albrecht Klein.

In einer geplanten weiterentwickelten Version sollten sich Autofahrer außerdem Wochen vor einer Reise darüber informieren können, wo es auf einer bestimmten Strecke Baustellen gibt und wann welche geplant sind.

Eine eigenständige Zielführung soll nicht möglich sein, wie es in einem Papier der Autobahn GmbH heißt: „Die Autobahn App ist keine Navigations-App und konkurriert somit nicht mit etablierten Navigationsanbietern.“ Es erfolge eine Übergabe der Route, das bedeutet von Start und Ziel, an die von Nutzern verwendete Navigations-App – in der Startversion sind dies Apple Karten und Google Maps.

Wo stehen welche Elektroladesäulen?

Wie bei anderen Apps zeigt die der Autobahn GmbH Staus entlang der Route an. Sie soll außerdem darstellen, wo und welche Art von Ladesäulen es für Elektroautos gibt und wo es Park- und Rastplätze gibt. Lkw-Fahrern sollen Parkplatzdaten angezeigt werden, neben Standorten auch Informationen darüber, ob es eine Dusche, einen Shop oder WLAN gibt.

Nutzerbezogene Standortinformationen werden laut Papier nur dann erhoben, wenn sich ein Nutzer beim Routen-Check für die Kartenansicht aktiv orten lassen möchte. Die App sei kostenlos und werbefrei und stehe für die Systeme iOS und Android zur Verfügung. Sie sei eine Weiterentwicklung der Informationsapp „Meine Autobahn“ – Grundlage waren laut Autobahn GmbH Funktionalität der App „Verkehr.NRW“.

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