Flugtaxis Volocopter präsentiert Modell für längere Strecken

Autor: Christoph Seyerlein

Das Flugtaxi-Start-Up will bald mit dem Regelbetrieb für urbane Flüge starten. Doch auch längere Verbindungen von etwa 100 Kilometern hat Volocopter im Fokus. Was das dafür vorgesehene Modell Volo Connect mitbringt.

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Mit dem Volo Connect hat Volocopter nach der Volo Drone und dem Volo City sein nächstes Flugobjekt vorgestellt.
Mit dem Volo Connect hat Volocopter nach der Volo Drone und dem Volo City sein nächstes Flugobjekt vorgestellt.
(Bild: Volocopter)

Mit dem Volo City will Volocopter die Mobilität in Städten verändern. Doch dabei soll es nicht bleiben: Nun hat das Unternehmen aus Bruchsal auch ein Flugtaxi für längere Strecken vorgestellt. Das Start-up hofft darauf, dass der Volo Connect innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Zulassung erhält. Erste Prototypen-Flüge habe ein Expertenteam bereits erfolgreich absolviert.

Bis zu vier Personen haben in dem elektrischen Flieger Platz. Die maximale Reichweite (mit aktueller Batterietechnologie) beziffert Volocopter mit 100 Kilometern. Durchschnittlich soll sich der Volo Connect mit 180 km/h fortbewegen. In der Spitze sind nach Angaben des Unternehmens sogar 250 Stundenkilometer möglich. Im Gegensatz zum Volo City hat der Viersitzer ein einziehbares Fahrwerk.

Volocopter-Chef Florian Reuter erklärte, das neue Modell sei eine logische Ergänzung zum bestehenden Portfolio. Zum Ökosystem der Bruchsaler zählen auch Drohnen (Volo Drone), Landeplattformen (Volo Port) und ein digitales Abfertigungssystem (Volo IQ).

Regelbetrieb soll in wenigen Jahren starten

Ziel des Unternehmens ist es, mit seinen Flugtaxis zeitnah auch kommerziell durchstarten zu können. In zwei bis drei Jahren peilt Volocopter mit dem Volo City den Regelbetrieb an. Tests dazu hat das Start-Up unter anderem in Singapur und Dubai durchgeführt.

Nach eigenen Angaben ist Volocopter das einzige Flugtaxi-Unternehmen, das die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) als Entwicklungsbetrieb anerkennt. Wettbewerber sind beispielsweise das Münchner Start-up Lilium oder Airbus. Aber auch Volkswagen hat bereits angekündigt, sich mit dem Flugtaxi-Geschäft zu befassen.

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Entwicklungsredakteur