Elektromobilität Vier große Zweiradbauer forcieren Akku-Tauschsysteme

Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Lena Straßberger

Die Automobilhersteller konnten sich nie auf ein Batterie-Tauschsystem einigen. Vier große Zweiradhersteller haben nun genau das vor.

Vespa-Mutter Piaggio setzt auf Tausch-Akkus.
Vespa-Mutter Piaggio setzt auf Tausch-Akkus.
(Bild: Piaggio)

Batterien tauschen statt laden: Die Zweiradhersteller Honda, Yamaha, KTM und Piaggio haben ein Konsortium zur Entwicklung technischer Standards für ein Akku-Tauschsystem gegründet. Die wechselbaren Energiespeicher sollen bei elektrisch angetriebenen Motorrädern, Mofas, Quads und Trikes der Hersteller zum Einsatz kommen. Weitere Partner sind ausdrücklich eingeladen.

Bisher nur Akku-Wechselsysteme

Bislang gibt es bei E-Rollern vereinzelt nur Akku-Wechselsysteme, bei denen Nutzer ihre leeren Batterien gegen volle Exemplare eintauschen. Der abgegebenen Speicher wird anschließend vor Ort aufgeladen und geht dann in den Tausch-Kreislauf zurück. Lange Ladezeiten entfallen, was auch die Zahl der nötigen öffentlichen Stromtankstellen für Zweiräder reduziert.

Auch bei Pkw gibt und gab es bereits Versuche, ein ähnliches System zu etablieren. Das israelische Unternehmen Better Place ist damit bereits Anfang des Jahrtausends gescheitert, in China versucht der Automobilhersteller Nio aktuell, die Idee erfolgreich umzusetzen. Ein herstellerübergreifendes Tauschsystem ist zumindest mittelfristig aber nicht absehbar.

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