Vergabeverfahren VBB: Mehrere Interessenten für Betrieb der Berliner S-Bahn

Autor / Redakteur: dpa-AFX / Tanja Schmitt

Die Berliner S-Bahn sucht einen neuen Betreiber – und stößt damit auf reges Interesse. Wer bei der größten Ausschreibung in der Firmengeschichte letztlich das Rennen macht, wird Ende nächsten Jahres entschieden.

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Die größte Ausschreibung der Berliner S-Bahn-Geschichte stößt auf reges Interesse. Gesucht wird ein Betreiber für die Zeit von 2027 bis 2042.
Die größte Ausschreibung der Berliner S-Bahn-Geschichte stößt auf reges Interesse. Gesucht wird ein Betreiber für die Zeit von 2027 bis 2042.
(Bild: Donath/S-Bahn)

Für den künftigen Betrieb großer Teile des Berliner S-Bahn-Netzes gibt es mehrere Interessenten. Bis Donnerstag (11. Februar) konnten sie die Teilnahme am Vergabeverfahren beantragen. Das Interesse daran sei groß, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg mit. „Es hat sich gezeigt, dass die ausgeschriebenen Verkehrs-, Fahrzeuglieferungs- und Instandhaltungsleistungen für alle Bewerber attraktiv sind.“ Der Verbund nannte keine Namen der interessierten Unternehmen.

In dem Verfahren geht es um die Nord-Süd-Strecken der S-Bahn und die Linien, die in Ost-West-Richtung über das Stadtbahn-Viadukt laufen. Gesucht wird ein Betreiber für die Zeit von 2027 bis 2042. Es ist die größte Ausschreibung der Berliner S-Bahn-Geschichte. Den Zuschlag wollen Berlin und Brandenburg im Oktober nächsten Jahres erteilen.

Berliner S-Bahn soll attraktiver und günstiger werden

„Wir brauchen für eine attraktive Berliner S-Bahn, die wir in den kommenden Jahren stark ausbauen wollen, moderne Fahrzeuge und weiterhin professionelle Betreiber“, sagte die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne). Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) nannte auch faire Preise als wichtiges Kriterium.

Bislang betreibt wie auf der Ringbahn die Deutsche Bahn die S-Bahn auf den beiden Teilnetzen Nord-Süd und Stadtbahn. Unternehmen können sich um vier Einzellose bewerben: auf beiden Teilnetzen jeweils für die Lieferung Hunderter Züge samt Instandhaltung und für den Fahrbetrieb. Die Verträge für die Instandhaltung sollen für 30 Jahre geschlossen werden. Bis Mitte März will der Verkehrsverbund entscheiden, bei welchen Interessenten er Angebote anfordert, um in Verhandlungen zu treten.

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