Alternative Antriebe Toyota liefert Brennstoffzellen für den Schienenverkehr

Quelle: ampnet/jr

In Spanien ist ein Projekt angelaufen, bei dem ein neuartiges Antriebssystem für Züge die Nutzung von Oberleitungsstrom mit einer wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle kombiniert. Zum Einsatz kommen unter anderem Module, die auch in Pkw verbaut werden.

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Brennstoffzellenmodul von Toyota
Brennstoffzellenmodul von Toyota
(Bild: Hersteller)

Toyota hat die ersten von sechs Brennstoffzellenmodulen für einen emissionsfreien Zug mit bimodalem Hybridantrieb ausgeliefert, der derzeit im Rahmen des europäischen „FCH-2-Rail“-Projekts entwickelt wird. Der von der spanischen Staatsbahn Renfe zur Verfügung gestellte Nahverkehrszug erhält ein sogenanntes „Fuel-Cell-Hybrid-Power-Pack“.

Das bimodale Antriebssystem kombiniert die elektrische Energieversorgung aus der Oberleitung mit einem wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen- und Batteriesystem. Toyota steuert hier die Brennstoffzellenmodule aus der zweiten Modellgeneration der Limousine Mirai bei, die sich in der flachen Konfiguration in das Dach des Zuges integrieren lassen.

Die jetzt an das spanische Wasserstoff-Forschungszentrum Centro National de Hidrogeno (CNH2) gelieferten Brennstoffzellenmodule werden nun ebenso wie die Batterien getestet. Anschließend baut der spanische Zughersteller CAF die Module als Teil des Hybridantriebs in den Zug ein. Sobald die Integration abgeschlossen ist, will das Konsortium mit den ersten Funktionstests und Probefahrten für das Zulassungsverfahren auf spanischen und portugiesischen Strecken beginnen.

Zehn Millionen Euro Fördergelder

Die Entwicklung, die Tests und die Zulassung des neuartigen Antriebssystems sollen innerhalb von vier Jahren abgeschlossen sein. Insgesamt steht dafür ein Budget von 14 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert wird das Projekt dabei mit 10 Millionen Euro von der Technologie-Initiative „Fuel Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking“.

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