THG-Prämie Geld auch für Ladesäulen von Autohäusern

Von Nick Luhmann

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Kfz-Betriebe, die über Ladesäulen für E-Autos verfügen, können auch dafür von der THG-Prämie profitieren. Über die Plattform Geld-für-eAuto von ZDK und Zusammenstromen können Betreiber ab sofort ihre Prämie beantragen.

Kfz-Betriebe, die auf ihrem Gelände Ladesäulen installiert haben, können dafür unter bestimmten Voraussetzungen eine THG-Prämie erhalten. Bei der Beantragung hilft die brancheneigene Plattform Geld-für-eAuto.de.
Kfz-Betriebe, die auf ihrem Gelände Ladesäulen installiert haben, können dafür unter bestimmten Voraussetzungen eine THG-Prämie erhalten. Bei der Beantragung hilft die brancheneigene Plattform Geld-für-eAuto.de.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Autohäuser und Kfz-Werkstätten, die offiziell gemeldete Wallboxen oder Ladesäulen auf ihrem Betriebsgelände installiert haben, können nun von der Treibhausgasprämie (THG-Prämie) für Ladestrom profitieren. Beim Beantragen und Abrechnen der Förderung hilft die Plattform Geld-für-eAuto.de des Start-up-Unternehmens Zusammenstromen.

Mit dem Start-up arbeitet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) bereits seit Anfang des Jahres zusammen, wenn es um die Vergütung der THG-Quote für Elektrofahrzeuge geht. Bislang wurden darüber nach eigenen Angaben bereits 10 Millionen Euro an Prämien ausgezahlt. Aktuell wirbt die Plattform Geld-für-eAuto mit der Auszahlung der Höchstprämie von 400 Euro jährlich pro E-Auto.

Während für E-Autos eine jährliche Zahlung erfolgt, wird die Vergütung für Ladestrom auf Grundlage der geladenen Kilowattstunden abgerechnet. Voraussetzung dafür ist, dass die Ladepunkte öffentlich zugänglich und bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) gemeldet sind.

Öffnungszeiten der Kfz-Betriebe entscheiden

„Die Kriterien für einen solchen Ladepunkt richten sich nach der Ladesäulenverordnung und sind einfach zu erfüllen. Der Ladepunkt muss zwar für jeden erreichbar sein, der Zugang kann aber durch die Öffnungszeiten des Kfz-Betriebs zeitlich eingeschränkt werden“, sagt ZDK-Experte Marcus Weller.

Bei der Meldung an die Bundesnetzagentur kann jeder Ladesäulenbetreiber der Veröffentlichung seiner Daten widersprechen. So werden weder die Adresse noch Details zum Ladeanschluss bekannt gemacht. Auch Lade-Apps oder Dienste wie Google können dann nicht auf diese Daten zugreifen.

Die Anmeldung der Ladepunkte übernimmt Geld-für-eAuto.de für Kfz-Betriebe, die sich auf der Plattform registrieren. Wenn der Betrieb bereits registriert ist, kann er sein bestehendes Profil nutzen. Der Betrieb muss dann nur noch in selbst bestimmten Zeiträumen die geladenen Strommengen angeben.

Anschließend erfolgt die Vergütung, auf Wunsch mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Auch bereits gemeldete Ladesäulen können über die Plattform abgerechnet werden.

15 Cent pro erfasster Kilowattstunden

Für einen gewerblichen Ladepunkt gibt es 15 Cent pro erfasster Kilowattstunde. Mit einer üblichen Ladeleistung von 40 kWh am Tag sind damit ungefähr 2.000 Euro zusätzliche Erlöse im Jahr durch die THG-Prämie für Ladestrom möglich. Wird der Ladestrom an Kunden verkauft, muss die Ladesäule allerdings eichrechtskonform sein.

Aber auch bei einer nicht gewerblichen Säule kann sich die Vergütung lohnen. „Wird der Strom vom Kfz-Betrieb nicht verkauft, lässt sich die eichrechtskonforme Zählung und Belegführung vermeiden. Bei einer privaten Wallbox lassen sich beispielsweise schon bei einer üblichen Fahrleistung mindestens 200 Euro über den THG-Quotenhandel erlösen“, so Luca Schmadalla, CEO des Plattformbetreibers Zusammenstromen.

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