Elektromobilität Tesla-Hertz-Megadeal könnte sich verdoppeln – dank zweier weiterer Player

Autor Christoph Seyerlein

100.000 Modelle hat Hertz bei Tesla bestellt. Wenig später gab der Autovermieter weitere Deals mit Uber und Carvana bekannt. Warum der Auftrag bei Tesla dadurch sogar auf 200.000 Fahrzeuge anwachsen könnte.

Hertz hatte kürzlich bekannt gegeben, 100.000 Tesla-Modelle bestellt zu haben.
Hertz hatte kürzlich bekannt gegeben, 100.000 Tesla-Modelle bestellt zu haben.
(Bild: Hertz)

Mit der Ankündigung, 100.000 Modelle bei Tesla bestellt zu haben, sorgte Hertz zuletzt für Aufsehen. Nach und nach kommen immer mehr Details zu dem Geschäft ans Licht. Beispielsweise erklärte Elon Musk kurz nach dem Bekanntwerden, dass Tesla dem Autovermieter keinen Mengenrabatt gegeben habe. Hertz muss sich also sicher sein, die Elektroautos auch an Kunden vermarkten zu können.

Jene Sicherheit dürfte unter anderem damit begründet sein, dass das Unternehmen bereits einen Großkunden mit ins Boot geholt hat. Wie Hertz nun mitteilte, wird der Fahrdienstvermittler Uber bis 2023 bis zu 50.000 der Tesla-Modelle in den USA für seine Zwecke einsetzen.

Konkret sollen Uber-Fahrer die Autos zu speziellen Konditionen mieten können. Ein Wochen-Paket, dass auch Versicherung und Wartung inkludiert, soll bei 334 Dollar starten. Später sollen die Preise noch unter 300 Dollar pro Woche sinken. Bereits im November beginnt die Kooperation. Uber erwartet, dass bereits dann „ein paar Tausend“ Teslas in die eigene Plattform integrieren zu können.

Für Uber-Fahrer sei das Angebot „das beste auf dem Markt“ versprechen die Kooperationspartner. Sie könnten Spritkosten sparen und hätten bessere Einkommenschancen. Die Tesla-Modelle bekommen subventioniertem Zugang zum Supercharger-Ladenetzwerk der Kalifornier. Außerdem lockt Uber die Fahrer mit einem Bonus von einem Dollar pro reinelektrischer Fahrt, der bei maximal 4.000 Dollar gedeckelt ist. Laut über könne ein elektrischer Ridesharing-Anbieter drei- bis viermal so viele Emissionen einsparen wie ein durchschnittlicher privater Fahrzeugnutzer.

Auch Carvana spielt mit

Doch damit noch nicht genug der Nachrichten. Beim TV-Sender CNN erklärten Hertz-Chef Mark Fields und Uber-CEO Dara Khosrowshahi, dass der Deal in den kommenden drei Jahren sogar auf bis zu 150.000 Tesla-Fahrzeuge ausgeweitet werden könnte.

Sollte es so kommen, müsste Hertz statt der 100.000 geplanten sogar 200.000 Fahrzeuge bei den Kaliforniern bestellen. Denn 50.000 sind fest für das Geschäft mit Privatkunden vorgesehen. Dieses soll sich bei Hertz künftig neben der Vermietung künftig auch noch stärker in Richtung Verkauf entwickeln.

Dabei arbeitet Hertz mit der Online-Plattform Carvana zusammen. Statt nur über Auktionen oder an Händler will das Unternehmen Gebrauchtwagen aus der eigenen Flotte künftig auch online weiterverkaufen. Und zwar direkt an Endkonsumenten. Carvana verspricht Kunden, Autos mit wenigen Klicks kaufen zu können und diese bereits am nächsten Tag nach Hause geliefert zu bekommen.

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