Leichtbau-Stromer Start-up Adaptive City holt sich Expertise aus der Autoindustrie

Autor Andreas Wehner

Der ACM City One soll ein kleines, flexibles Leichtbau-E-Auto zum günstigen Preis werden. Um den Stromer in die Serienproduktion zu bringen, hilft jetzt der Auftragsfertiger Magna.

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Der City One von ACM soll trotz seiner geringen Größe eine Europlatte fassen.
Der City One von ACM soll trotz seiner geringen Größe eine Europlatte fassen.
(Bild: ACM)

Das Münchner Start-up Adaptive City Mobility (ACM) arbeitet für Entwicklung und Bau des Elektroautos City One mit Magna zusammen. Der Automobilzulieferer unterstütze bei der technischen Serienentwicklung des modularen Leichtbau-E-Autos. Die erste Phase der Serienentwicklung habe im April 2021 begonnen, die Produktion solle 2023 starten, heißt es in der Mitteilung.

Magna soll City One fertigen

Magna ist in der Lage, für Kunden komplette Fahrzeuge zu produzieren. Das Unternehmen fertigt zum Beispiel bestimmte Modelle für BMW und Daimler.

Durch sein modulares Konzept soll der City One flexibel eingesetzt werden können – entweder als Pkw mit Platz für vier Passagiere oder als Kleintransporter. Für die Ladung steht laut ACM ein Volumen von bis zu 1.450 Litern zur Verfügung. Sogar eine Europalette soll in das kleine E-Auto passen. Für den Umbau vom Personen- zum Frachttransporter sollen nur wenige Handgriffe nötig sein.

Flexibel erweiterbarer Akku

Auf Flexibiltät setzt ACM auch bei der Stromversorgung. Es gibt eine austauschbare Fahrzeugbatterie. Zusätzlich kann die Reichweite des City One durch weitere ansteckbare Wechselakkus erhöht werden. All das soll es zum günstigen Preis geben. Von 10.000 bis 15.000 Euro für das Fahrzeug ist die Rede.

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Als Zielgruppe hat sich ACM vor allem gewerbliche Kunden ausgeguckt: Taxifirmen, Leasingunternehmen, Carsharing-Anbieter und sonstige Betreiber von Fahrzeugflotten – vor allem in Asien oder Afrika. Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ hat das Start-up bereits Absichtserklärungen für den Kauf von insgesamt 208.000 Fahrzeugen eingesammelt. Das entspräche einem Umsatz von drei Milliarden Euro. Zu den Interessenten gehört dem Bericht zufolge die chinesische Mobilfunkkette D-Phone. Sie will ihren Kunden 35.000 Fahrzeuge mit einer Flatrate anbieten.

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