Mobilität Städte könnten in zehn Jahren fahrradfreundlich sein

Autor / Redakteur: dpa / Lena Sattler

Eine bessere Fahrrad-Infrastruktur in Städten – das ist laut einer Mobilitätsforscherin vom Deutschen Institut für Urbanistik innerhalb von zehn Jahren möglich. Unter guten Voraussetzungen soll der Umbau vielleicht sogar noch schneller gehen.

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In mittlerweile rund 50 Städten setzen sich Bürgerinitiativen für bessere Fahrrad-Infrastruktur ein.
In mittlerweile rund 50 Städten setzen sich Bürgerinitiativen für bessere Fahrrad-Infrastruktur ein.
(Bild: gemeinfrei/Pixabay)

Deutsche Städte könnten aus Sicht einer Mobilitätsforscherin binnen zehn Jahren fahrradfreundlich umgebaut werden. „Mit politischem Mut, einem Radentscheid im Rücken und beschleunigten Planungsabläufen kann es vielleicht sogar noch eher gelingen“, sagte Anne Klein-Hitpaß vom Deutschen Institut für Urbanistik der Deutschen Presse-Agentur.

Wichtig sei: „Man sollte lieber schnell gute Radwege bauen, als zu lange den perfekten Radweg planen.“ Die Pop-Up-Radwege in Berlin etwa hätten gezeigt, dass Verwaltungen mehr Geschwindigkeit machen könnten, als man zuvor dachte.

Bürgerinitiativen fordern bessere Fahrrad-Infrastruktur

In mittlerweile rund 50 Städten setzen sich Bürgerinitiativen für bessere Fahrrad-Infrastruktur ein. Für die sogenannten Radentscheide wurden nach eigenen Angaben bislang knapp eine Millionen Unterschriften gesammelt. Die Städte übernehmen oft Forderungen der Bürgerinitiativen, wie etwa diese Woche in Jena.

Der schwierige Schritt sei aber der vom Beschluss zur Umsetzung, sagte Klein-Hitpaß. „Jeder traut sich leicht zu sagen: ‚Ich will mehr Radverkehr‘. Wenn dann aber wirklich Parkplätze weggenommen werden, gibt es Widerstand und plötzlich schwindet der Mut bei den Verantwortlichen.“

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