Neues Zentrum in München So soll Deutschland zum Top-Standort für Zukunfts-Mobilität werden

Autor Christoph Seyerlein

Der Bund steckt 400 Millionen Euro in das Deutsche Zentrum für Mobilität der Zukunft (DZM) in München. Was sich die Beteiligten davon erhoffen.

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellt für das Zentrum für Mobilität der Zukunft 400 Millionen Euro bereit.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellt für das Zentrum für Mobilität der Zukunft 400 Millionen Euro bereit.
(Bild: © Deutscher Bundestag / Simone M. Neumann)

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder haben am Montag das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM) in München eröffnet. Mit einem Etat von 400 Millionen Euro soll es in den nächsten Jahren Forscher, Startups und große Unternehmen besser vernetzen und innovative Projekte schneller voranbringen.

Klimaneutraler Verkehr sei eine Herkulesaufgabe, lasse sich aber mit Technologie schaffen, sagte Söder und nannte synthetische Kraftstoffe als ein Beispiel: „Nicht das Fliegen verbieten, sondern klimaneutral fliegen.“ Von elektrischen Lufttaxis bis zu aufgeständerten Radwegen in Großstädten gebe es viele Ideen.

Experten besser miteinander vernetzen

Der Vorsitzende des DZM-Gründungsbeirats, Professor Wolfgang Herrmann, sagte, Deutschland habe technologische Experten in sehr vielen Bereichen, „aber wir führen sie zu wenig zusammen“. Das DZM wolle an den unterschiedlichsten Standorten die kreativsten Köpfe finden, vernetzen und innovative Projekte zu den verschiedensten Verkehrsformen fördern.

Bei synthetischen Kraftstoffen etwa seien alle Voraussetzungen vorhanden, um hier neue Signale zu setzen. Deutschland müsse ein international führender Standort nachhaltiger Mobilitätstechnologien werden.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) war bei der Eröffnung ebenfalls vor Ort. Er betonte, dass die meisten Bürgeranfragen, die bei ihm ankämen, die Mobilität in der bayerischen Landeshauptstadt beträfen. Das unterstreiche die Wichtigkeit des Themas.

Auf seiner Website verschreibt sich das DZM vor allem drei Zielen:

  • Sicherung der Mobilität: Das DZM möchte die kombinierte Nutzung von Verkehrsmitteln (Menschen und Waren) sowie die Weiterentwicklung von Mobilitätslösungen unterstützen.
  • Verkehrsbezogene Klimaziele erfüllen: Das DZM will energieeffiziente Mobilitätskonzepte fördern. Im Fokus steht die Verminderung des CO2-Ausstoßes im Verkehr.
  • Wettbewerbsfähigkeit erhöhen: Das DZM hat sich zum Ziel gesetzt, die digitale und physische Infrastruktur auszubauen, indem es neuen Mobilitätskonzepten schnell zur Marktreife verhilft. Außerdem sollen „die klügsten Köpfe vielfältiger Disziplinen“ an den Standort Deutschland gebunden werden.

Neben dem Zentrum in München soll es vorerst noch vier Standortcluster geben. In Hamburg ist ein „Wireless Innovation Competence Center“ angesiedelt, in Minden ein „Rail Campus“, in Annaberg-Buchholz ein „Smart Rail Connectivity Campus“ und in Karlsruhe wird am autonomen ÖPNV zwischen Stadt und Land“ gearbeitet. Weitere Standorte sollen bis 2025 folgen.

Mit Material von dpa

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