E-Auto-Start-up So sieht das erste Nio-House in Europa aus

Autor: Andreas Wehner

In Norwegen ist das erste Modell des chinesischen E-Auto-Herstellers Nio ab sofort bestellbar. Gleichzeitig eröffnete das erste europäische „Nio-House“ in den Innenstadt von Oslo. Dort gibt es unter anderem eine Bibliothek, ein Café und einen Shop für Lifestyle-Produkte.

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Der chinesische E-Auto-Hersteller Nio hat in Oslo den ersten europäischen Standort eröffnet.
Der chinesische E-Auto-Hersteller Nio hat in Oslo den ersten europäischen Standort eröffnet.
(Bild: Nio)

Das chinesische E-Auto-Start-up Nio hat seinen ersten europäischen Standort in Betrieb genommen. In Oslo eröffnete das erste so genannte „Nio House“, wie die Chinesen ihre City-Standorte in großen Städten nennen. Gleichzeitig nimmt der Autobauer in Norwegen jetzt Bestellungen für das Elektro SUV ES8 auf, das als erstes Nio-Modell in Europa zu haben ist.

Das Nio-House soll mehr Wohnzimmer als Showroom sein – mit Gastronomie, Kinderspielplatz, aber auch Konferenzräumen. Autos kaufen kann man dort zwar auch – das sollen die Kunden nach dem Willen von Nio vor allem aber online tun.

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Dazu gibt es die Nio-App, die sich nicht nur ums Auto dreht, sondern gleichzeitig als Zugang zur Nio-Community fungiert. Die Nutzer erhalten Credits für Interaktionen und können diese wiederum bei Nio einlösen – nicht nur für den Kaffee im Nio-House, sondern auch zum Beispiel fürs Outfit. Das verkauft Nio gleich mit.

Neben dem Nio House in Oslo sollen im kommenden Jahr vier weitere, kleinere Standorte, so genannte „Nio-Spaces“, in anderen Städten hinzukommen. Um die Wartung und Reparatur der Fahrzeuge kümmert sich Nio in einem selbst betriebenen Servicezentrum, das sich ebenfalls in Oslo befindet. Zudem haben die Chinesen Verträge mit autorisierten Servicepartnern in vier weiteren großen Städten geschlossen. Diese sollen die gleiche Palette an Dienstleistungen anbieten wie Nio in seinem eigenen Servicezentrum.

20 Batterietausch-Stationen im kommenden Jahr

Um die Autos mit frischer Energie zu versorgen, setzt Nio nicht nur auf klassische Ladestationen. Die Fahrzeuge verfügen über Tauschbatterien, die an so genannten Power-Swap-Stationen innerhalb von drei Minuten gewechselt werden können. Die erste soll laut Nio noch in in diesem Jahr in Lier entstehen, etwa 30 Kilometer südlich von Oslo. Bis Ende 2022 will der Autobauer in Norwegen 20 solcher Stationen in großen Städten und entlang verkehrsreicher Straßen errichten.

Wer einen Nio kauft, muss dabei die Batterie nicht mitkaufen, sondern kann sie dazu mieten (Battery as a Service). Das kostet für die ersten Nio-Käufer umgerechnet rund 200 Euro im Monat – inklusive sechs Tauschvorgänge an einer Power-Swap-Station.

Nio ES8 ab umgerechnet 51.000 Euro

Der ES8 selbst kostet umgerechnet mindestens 51.000 Euro ohne eigene Batterie und 60.000 Euro mit dem aktuell erhältlichen 100-kWh-Speicher. Später will Nio auch eine Batterie mit 75 kWh und eine mit 150 kWh anbieten.

In Deutschland will Nio im kommenden Jahr starten. Anders als in Norwegen soll das erste Modell jedoch kein SUV sein. Stattdessen sollen deutsche Kunden als erstes die Limousine ET7 bestellen können.

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Redakteur Newsdesk Automotive