Elektromobilität So lässt sich Stress an der Ladesäule vermeiden

Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Rücksichtsvolles Verhalten ist nicht nur beim Autofahren angebracht. Auch beim Laden von Elektroautos macht es das Leben leichter. Fünf Vorschläge, wie sich E-Auto-Fahrer dabei verhalten sollten

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Plätze an Ladesäulen werden mit immer mehr elektrifizierten Fahrzeugen immer gefragter.
Plätze an Ladesäulen werden mit immer mehr elektrifizierten Fahrzeugen immer gefragter.
(Bild: Seyerlein)

Parkplätze sind ein knappes Gut und heiß umkämpft. Das gilt noch stärker an öffentlichen E-Auto-Ladesäulen. Ein paar grundsätzliche Regeln können helfen, Konflikte und schlechte Laune zu vermeiden. Fünf Verhaltensvorschläge.

Säulen nicht blockieren: Sind Ladeplätze knapp, sollte man nach Möglichkeit nicht länger an der Steckdose stehen als nötig. Niemand muss sein Mittagessen abbrechen, wenn der Akku voll ist oder aus dem Meeting rennen. Wer aber die Zeit hat, den Wagen kurz umzuparken, hilft anderen E-Autofahrern mit knappem Stromvorrat. Viele Kommunen begrenzen aus diesem Grund von vornherein die Park- und Ladedauer auf wenige Stunden, manche E-Mobilitätsprovider kassieren aus dem gleichen Grund nach einer gewissen Standzeit zusätzlich zu den Ladestromkosten Blockiergebühren.

Sauber parken: An vielen Ladesäulen finden sich zwei Ladepunkte und entsprechend zwei Stellplätze. Beim Einparken sollte man möglichst platzsparend vorgehen und die benachbarte Bucht keinesfalls blockieren. An baulich engen Anlagen ist außerdem zu bedenken, dass andere E-Auto-Fahrer möglicherweise umständlich rangieren müssen, je nachdem, an welcher Stelle des Autos die Ladebuchse sitzt. Wer seinen eigenen Wagen rücksichtsvoll platziert, macht es anderen leichter.

Ende anzeigen: Wer ungefähr weiß, wie lange er Strom laden wird, kann das per Zettel hinter der Windschutzscheibe ankündigen. Wartenden gibt das Orientierung, wann die Ladesäule wieder frei ist. Idealerweise plant man bei der Zeitangabe nicht zu knapp, um Enttäuschungen bei den Nachkommenden zu vermeiden. Besonders komfortabel ist das Anzeigen des voraussichtlichen Lade-Endes mit einer sogenannten Ladescheibe. Sie ist der Parkscheibe nachempfunden, ist allerdings grün gefärbt und gibt nicht die Start-, sondern die End-Zeit an. Erhältlich sind sie im Internet – entweder zum Ausdrucken und Zusammenbasteln (gratis) oder komplett fertig (für ein paar Euro).

Kabelziehen ist ein No-Go

Kein Kabel ziehen: Auch wenn sich E-Mobilisten nicht an die beiden ersten Regeln halten – das Unterbrechen des laufenden Ladevorgangs aus Ungeduld ist ein No-Go. Bei den meisten Ladesäulen ist das sowieso nicht ohne weiteres möglich, bei einigen funktioniert es aber doch. Allerdings drohen dabei teilweise Schäden an der Steckverbindung. Außerdem sind beim Ausgestöpselten zusätzlich zur fehlenden Energiemenge finanzielle Schäden möglich, etwa wenn in dessen Fahrstromtarif eine Tankpauschale existiert, die bei der Fortsetzung des Vorgangs erneut anfällt. In Ordnung ist das Abziehen des Kabels nach Ansicht der meisten E-Auto-Fahrer, wenn der Ladevorgang offensichtlich beendet und das Kabel nicht mehr verriegelt ist.

Ordnung halten: Ladestationen im öffentlichen Raum werden nicht immer gut behandelt. Sei es von einem Autofahrer, der nach misslungenem Tankversuch das Schnellladekabel wütend gegen die Station schlägt oder durch ganz normalen Vandalismus von Unbeteiligten. Bemerkt man eine Beschädigung, sollte man dem Ladesäulenbetreiber Bescheid geben. Eine entsprechende Hotline-Nummer findet sich meist am Gehäuse. Selbstverständlich sollte man selbst die Säule pfleglich behandeln, keinen Müll liegen lassen und das Kabel gegebenenfalls nach dem Tanken wieder ordentlich einhängen.

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