ADAC-Test So gut funktioniert ein ABS bei E-Bikes

Autor / Redakteur: sp-x / Marie-Madeleine Aust

Der ADAC hat ein Anti-Blockier-System (ABS) bei Pedelecs getestet. Das Fazit fällt positiv aus: Trotz längerer Bremswege überzeugt die Technik vor allem auf unbefestigten Wegen.

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Durch die sogenannte „Stotter“-Bremsung kommt das E-Bike nichts ins Rutschen und bleibt leichter kontrollierbar. Die Funktionsweise des ABS entspricht der beim Auto.
Durch die sogenannte „Stotter“-Bremsung kommt das E-Bike nichts ins Rutschen und bleibt leichter kontrollierbar. Die Funktionsweise des ABS entspricht der beim Auto.
(Bild: ÖAMTC/Christian Houdek)

Die Antiblockier-Bremse ABS kann auch bei E-Bikes ein Sicherheitsgewinn sein. Bei einem Test des ADAC verhinderte die Technik auch auf rutschigem Untergrund zuverlässig eine Blockade des Vorderrades. Auch die Bremsstabilität bewerten die Experten als überwiegend gut. Nur bei einer von 50 ABS-Bremsungen hob das Hinterrad so weit ab, dass der Fahrer mit einem seitlichen Ausfallschritt reagieren musste.

Funktionsbedingt verlängert das ABS allerdings den Bremsweg, da die Bremskraft vor dem Blockieren der Räder zurückgenommen wird. Der ADAC empfiehlt die Technik daher vor allem für Fahrer, die viel auf unbefestigten Wegen unterwegs sind, wo die Vorteile des Systems überwiegen. Empfehlenswert ist das ABS zudem für Lastenräder.

Aktuell sind drei ABS-Systeme für Pedelecs auf dem Markt verfügbar, der Automobilclub hat die Variante von Bosch getestet. Die nicht einzeln überprüften Alternativen stammen von ZF Sachs Micro Mobility GmbH und vom italienischen Hersteller BluBrake.

Technik entspricht der bei Autos

Die Funktionsweise entspricht der beim Auto: Durch kurzzeitiges Lösen der Bremse wird bei einer Vollbremsung das Blockieren des Vorderrades verhindert. Durch die „Stotter“-Bremsung kommt das Bike nichts ins Rutschen und bleibt leichter kontrollierbar. E-Bike-Käufer müssen mit einem Aufpreis von mehreren Hundert Euro gegenüber Fahrrädern ohne ABS rechnen.

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