Mikromobilität Nächste Übernahme: Tier startet in Italien

Tier will seinen 18. Markt erobern. Das Berliner Mikromobilitäts-Start-up startet in Italien. Den Marktzugang verschafft sich das Unternehmen durch eine größere Übernahme.

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Durch die Übernahme von Vento Mobility verschafft sich Tier einen Zugang zum italienischen Markt.
Durch die Übernahme von Vento Mobility verschafft sich Tier einen Zugang zum italienischen Markt.
(Bild: Tier Mobility)

Tier Mobility hatte offensiv angekündigt, kürzlich eingesammelte 200 Millionen Dollar auch für Übernahmen nutzen zu wollen. Und die Berliner setzen diese Pläne immer mehr in die Tat um: Mit dem Kauf von Vento Mobility Srl, der italienischen Tochterfirma von Wind Mobility, verschafft sich das Start-up nun einen Zugang zum italienischen Markt. Jener Anbieter war bisher bereits in elf italienischen Städten mit insgesamt 4.500 Elektro-Tretrollern aktiv.

Nach den Übernahmen der ungarischen Tech-Firma The Makery und des Leipziger Bikesharing-Anbieters Nextbike ist dies Tiers dritte Akquisition im laufenden Jahr.

Auch Nextbike kommt nach Italien

Italien ist für das Unternehmen der 18. Markt. Erste E-Scooter hat Tier bereits in Bari und Palermo auf die Straßen gebracht. Zehn weitere italienische Städte sollen in den kommenden Tagen und Wochen folgen. Im Januar soll dann auch Nextbike in dem Land starten. Erste Destination ist dabei Bergamo. Dort kooperiert das Unternehmen mit dem ÖPNV-Anbieter ATB und bringt zum Start 400 Fahrräder und 20 E-Bikes an 63 Stationen an den Start.

Im Zuge des Deals werden mehr als 1.000 Mitarbeiter von Vento Mobility Teil des Tier-Teams. Wie viel sich die Berliner das Geschäft kosten lassen, wollen sie nicht verraten.

Italien gilt als starker Markt für Mikromobilität. Beispielsweise zählen hier Mopeds seit jeher zu den dominierenden Verkehrsmitteln im Straßenbild. Eine McKinsey-Umfrage hatte zuletzt beispielsweise ergeben, dass sich in Italien 81 Prozent gut vorstellen können, Mikromobile für ihre täglichen Wege zur Arbeit zu nutzen. Der globale Durchschnitt lag bei 68 Prozent.

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