Los Angeles Auto Show 2021 „Nachhaltigstes Auto der Welt“: Fisker präsentiert E-SUV Ocean

Von ampnet/Jens Meiners

Henrik Fisker will es wissen: „Ist den Menschen das nachhaltigste Auto der Welt wirklich wichtig?“ Was den Fisker Ocean genau dazu machen soll.

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Der Fisker Ocean soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen.
Der Fisker Ocean soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen.
(Bild: Autoren-Union Mobilität/Fisker)

Mit der bescheidenen Frage, „ob den Menschen das nachhaltigste Auto der Welt wirklich wichtig ist“, präsentierte Henrik Fisker auf der Los Angeles Auto Show das neueste Produkt aus eigenem Hause, den etwas pummelig wirkenden SUV mit dem Namen Ocean. Schon in zwölf Monaten soll das Auto auf den Markt kommen. Im ersten vollen Jahr sollen 40.000 bis 50.000 Einheiten gebaut werden.

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„Es klingt verrückt, aber das Auto soll nur 37.499 Dollar kosten“, preist Fisker die frontgetriebene, immerhin 205 kW (279 PS) starke Einstiegsversion namens Sport. Das sind umgerechnet nicht einmal 34.000 Euro. Für 49.999 Dollar (etwa 44.320 Euro) soll es den Oecan Ultra mit Allradantrieb und 403 kW (548 PS) geben. Darüber liegt der Extreme mit 410 kW (558 PS). Die Dimensionen platzieren den Fisker Ocean mitten im klassischen SUV-Territorium: 4,78 Meter lang, 1,99 Meter breit und 1,63 Meter hoch.

Das Einstiegsmodell habe wegen „mehr Effizienz und besserem Handling im Schnee“ einen Frontantrieb erhalten, distanziert sich der gebürtige Däne von Konkurrenzmodellen. Der Ocean besitze nichts weniger als die „fortschrittlichste Antriebseinheit der Welt“.

Innen ausschließlich vegane Werkstoffe

Nicht genug damit: Im Interieur weckt ein Bildschirm, der sich zum Betrachten von Filmen von der Vertikalen in die Horizontale drehen lässt, die Aufmerksamkeit. Im California-Modus lassen sich per Knopfdruck alle Fenster gleichzeitig versenken, einschließlich der Heckscheibe. Die Spitzenversion verfügt sogar über ein Solardach, das Materialkonzept sieht im Innenraum ausschließlich vegane Werkstoffe vor.

In seiner Pressekonferenz in LA verriet der Unternehmer: Weniger als zweieinhalb Jahre habe die Entwicklung gedauert, normal seien vier Jahre. Mehr noch: Entscheidungen, die üblicherweise drei bis vier Monate dauerten, würden in seinem Hause in drei bis vier Tagen gefällt. Das ist umso verwunderlicher als sich Fisker nach Insider-Informationen nicht selten mit Trivial-Entscheidungen befasst und sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter teilweise auf stundenlange Auseinandersetzungen mit anonymen Kommentatoren einlässt.

Der 64-seitige Pressetext betont wortreich die visionäre Kraft des Firmengründers. Eine Kraft, die den Investoren in das Start-up-Unternehmen derzeit zu fehlen scheint: Der Aktienkurs bewegte sich in den letzten Tagen auf niedrigem Niveau seitwärts.

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