Wasserstoff-Antrieb „Moderne Antwort auf Dieselloks“: Premiere für Brennstoffzellenzug

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Der mit Wasserstoff betriebene Coradia i-Lint der Firma Alstom hat am Montag seine Premierenfahrt auf den Zollernalbbahnen absolviert. Er ist in den nächsten Monaten testweise im Regelbetrieb unterwegs.

Der Brennstoffzellenzug Coradia i-Lint ist künftig im Südwesten zwischen Sigmaringen, Hechingen und Eyach unterwegs.
Der Brennstoffzellenzug Coradia i-Lint ist künftig im Südwesten zwischen Sigmaringen, Hechingen und Eyach unterwegs.
(Bild: Alstom)

Im Südwesten Deutschlands ist künftig ein Brennstoffzellenzug im Regelbetrieb unterwegs. Der mit Wasserstoff betriebene Coradia i-Lint der Firma Alstom absolvierte seine Premierenfahrt am Montag auf den Zollernalbbahnen – wenn auch mit ein wenig Verspätung. Er kam gut zehn Minuten später als im Fahrplan vorgesehen am Zielbahnhof Gammertingen (Landkreis Sigmaringen) an, unter anderem weil er auf der eingleisigen Strecke auf einen entgegenkommenden Zug warten musste.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann bezeichnete anlässlich der Premierenfahrt Wasserstoffzüge als „moderne Antwort auf Dieselloks“. Dass die Bahnen, die nur Wasserdampf ausstoßen, ohne Abgase und leiser unterwegs seien, sei „ein Plus für die Anwohner“.

Der Zug wird nach Angaben der Netzbetreiberin, der landeseigenen Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG, voraussichtlich bis Ende Februar fahrplanmäßig vor allem auf den Strecken zwischen Sigmaringen, Hechingen und Eyach unterwegs sein. Das Verkehrsministerium erhofft sich daraus Erkenntnisse über die Alltagstauglichkeit von Zügen mit Wasserstoffantrieb.

Ob der i-Lint auch dauerhaft auf den Zollernalbbahnen zum Einsatz kommen könnte, soll nach dem Probebetrieb entschieden werden. Ein externer Sachverständiger soll das Projekt dazu begleiten.

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