Fahrbericht

Mercedes EQE: Das kann die elektrische E-Klasse

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Ausgerüstet mit variabler Luftfederung und Allradlenkung wirkt das Auto agil und gut beherrschbar (soweit wir das vom Beifahrersitz aus beurteilen konnten). Auf engen Straßen dürfte das Fahren mehr Spaß machen als im leistungsfähigeren, aber ausladend dimensionierten EQS.

Zudem ist der EQE rund 170 Kilogramm leichter als ein vergleichbar motorisierter und ausgestatteter EQS, obwohl er mit rund 60 Prozent einen höheren Stahlanteil in der Struktur hat: Das gemeinsam mit der S-Klasse vom Band laufende Spitzenmodell liegt diesbezüglich bei rund 40 Prozent. Die Gewichtsverteilung des EQE ist mit ca. 50:50 ideal, egal ob er mit einem Heckmotor oder mit Front- und Heckmotor ausgestattet ist.

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Bemerkenswert ist die absolute Ruhe im EQE, unterstützt durch die nahezu perfekte Verarbeitungsqualität dieses Vorserienmodells. Wem die Stille zu viel wird, kann zwischen mehreren künstlichen Klangwelten wählen, die sowohl das elektrische Gasgeben als auch die Rekuperation akustisch widerspiegeln, die sich von Freilauf bis zum One-Pedal-Gefühl manipulieren lässt.

Lenkradheizung per Sprachbefehl

Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Parameter eingestellt werden, einschließlich der Lenkkraft. Eine Eigenart der Benutzeroberfläche ist das beheizbare Lenkrad; sie verfügt über keinen Knopf mehr, sondern kann nur per Sprachbefehl aktiviert oder für bestimmte Klimatisierungsszenarien vorgewählt werden. Gesundheitsbewusste werden sich über den HEPA-Filter freuen.

Die bisherigen Bemühungen der Marke bei der Elektrifizierung ließen teilweise zu wünschen übrig: Der EQC zeigt seine GLC-Wurzeln allzu deutlich, während dem EQA die dynamischen Fähigkeiten seines Spenderfahrzeugs, des GLA, weitgehend abgehen.

Demgegenüber präsentiert sich der EQE als ein rundum überzeugendes Elektrofahrzeug, wobei ein finales Urteil bis zu einem Praxistest noch aussteht. Mercedes-Benz hat aber offenbar den Sprung nach vorne geschafft; es bleibt abzuwarten, wie sich das neue Modell gegen BMW i4, Porsche Taycan und die mittlerweile etwas betagten Tesla-Modelle schlägt.

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