Verkehrswende Londons Bürgermeister will Autoverkehr bis 2030 deutlich reduzieren

Quelle: dpa

Mehr als sechs Tage verbringt ein durchschnittlicher Auto-Pendler in London pro Jahr im Stau. Das soll sich ändern. Wie Sadiq Khan, der Bürgermeister der britischen Metropole, viele Autofahrten überflüssig machen will.

Bis 2030 soll die britische Metropole klimaneutral werden. Doch dafür braucht die Stadt laut Bürgermeister Sadiq Khan die finanzielle Unterstützung der britischen Regierung.
Bis 2030 soll die britische Metropole klimaneutral werden. Doch dafür braucht die Stadt laut Bürgermeister Sadiq Khan die finanzielle Unterstützung der britischen Regierung.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, will die in der britischen Hauptstadt mit dem Auto gefahrenen Kilometer bis zum Jahr 2030 um mehr als ein Viertel reduzieren. Das ist Teil eines Plans, mit dem der Labour-Politiker die Stadt bis 2030 klimaneutral machen will. Khan rief am Dienstag die britische Regierung dazu auf, London dabei finanziell zu unterstützen – insbesondere bei der Verkehrswende. Die riesige Aufgabe könne die Stadt nicht alleine bewältigen. Londonerinnen und Londoner sollen in einen Beratungsprozess über die Maßnahmen eingebunden werden.

Ein durchschnittlicher täglicher Auto-Pendler verbringe im Jahr mehr als 150 Stunden im Stau, das seien mehr als sechs Tage, sagte Khan. Ein Ausbau der Radwege soll mehr Autofahrten überflüssig machen. Außerdem sollen die Niedrigemissionszonen, in die bestimmte Fahrzeuge nicht fahren dürfen oder für die Gebühren anfallen, ausgeweitet werden. Eine Analyse im Auftrag der Stadt rechnet vor, was alles zum Erreichen des Klimaziels notwendig ist. Auch die Dämmung von Häusern, die in Großbritannien oft schlecht isoliert sind, spielt dabei eine große Rolle.

Verbesserung der Luftqualität auch Frage der sozialen Gerechtigkeit

Als neu gewählter Vorsitzender der Initiative C40, in der internationale Städte im Kampf gegen die Klimakrise zusammenarbeiten wollen, bezeichnete Khan Bürgermeisterinnen und Bürgermeister als „Macher“, während er nationalen Regierungen Verzögerung vorwarf.

Der sozialdemokratische Politiker kämpft seit Jahren für die Verbesserung der Luftqualität in London. Darin sieht er auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit. Die ärmsten Londoner lebten in den Vierteln mit der schlechtesten Luftqualität, sagte Khan – dabei besäßen sie am wenigsten oft selbst ein Auto.

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