Elektromobilität Ladekarte: Darauf sollten E-Auto-Fahrer achten

Autor / Redakteur: sp-x / Marie-Madeleine Aust

Meist findet sich bei E-Auto-Fans eine bunte Sammlung von Ladekarten im Portemonnaie. Für Normalnutzer ist das nicht unbedingt nötig.

„Ladekarten“ gibt es klassisch im Scheckkartenformat, als Anhänger für den Schlüsselbund oder als App. Welche Ladekarte man jedoch benötigt, hängt von den eigenen Stromtank-Bedürfnissen ab.
„Ladekarten“ gibt es klassisch im Scheckkartenformat, als Anhänger für den Schlüsselbund oder als App. Welche Ladekarte man jedoch benötigt, hängt von den eigenen Stromtank-Bedürfnissen ab.
(Bild: BMW)

Wer unterwegs Fahrstrom kauft, bezahlt in der Regel per Ladekarte. Welche die richtige ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Wer sicher gehen will, hat mehrere im Portemonnaie.

„Ladekarten“ zur Identifizierung an der öffentlichen Ladesäule gibt es klassisch im Scheckkartenformat oder als Anhänger für den Schlüsselbund – aber auch als App. Denn das Smartphone ist bei fast allen Anbietern als Alternative zur physischen Karte nutzbar, so dass der E-Mobilist auch ohne Geldbörse nicht verloren ist. Das Identifizieren und Freischalten der Säule erfolgt dann mit Hilfe des Mobilfunknetzes, per QR-Code-Scanner oder über den GPS-Sensor. Daher hinaus ist die App auch an allen Säulen ohne RFID-Autorisierung hilfreich.

Welche Ladekarte man benötigt, hängt von den Stromtank-Bedürfnissen ab. Große E-Mobilitätsprovider wie EnBW oder Shell Recharge punkten in Deutschland mit einer großen Abdeckung, so dass an den meisten Säulen der Republik zumindest eine Karte funktioniert. Regionale Anbieter bieten in manchen Fällen günstigere Strompreise, häufig dann aber nur an ihren eigenen Säulen.

Bei Schnellladesäulen kommen noch Betreiber wie Fastned oder Ionity hinzu, die Tarife anbieten, die ausschließlich für die eigenen Anlagen gelten. Nicht zuletzt mischen auch die Autohersteller mit und bieten ihren Kunden spezielle Ladekarten und -konditionen an.

Karte ist sinnvoll, aber kein Muss

Einfach alle gängigen Ladekarten dabei zu haben, wird schnell teuer, denn viele Verträge sind mit einer Grundgebühr verbunden. Für Einsteiger empfiehlt sich daher in der Regel, mit der Karte eines großen E-Mobilitätsproviders zu starten und dann das eigene Ladeverhalten eine Weile zu beobachten. So lässt sich herausfinden, ob noch eine weitere Karte angesagt ist – etwa für das Tanken am Schnelllader oder in der Nachbarstadt.

Angst vorm Liegenbleiben braucht man mit dieser Lücken-Strategie nicht zu haben. Auch wer nicht die passende Karte hat, kann an den meisten öffentlichen Ladesäulen das Ad-hoc-Laden per Handy nutzen. Das ist zwar etwas teurer und umständlicher, funktioniert im Notfall aber problemlos. Langfristig wird in Deutschland zudem das Zahlen mit EC-Karte zum Standard.

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