Konnektivität im Test: Nach der Gratis-Phase wird es teuer

| Autor / Redakteur: Holger Holzer / Benjamin Kirchbeck

Die Autohersteller haben Konnektivitäts-Dienste als neue Einnahmequelle entdeckt. Manche Angebote werden für den Kunden richtig teuer.

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Die Autohersteller wollen mit Konnektivitäts-Diensten neue Einnahmequelle erschließen.
Die Autohersteller wollen mit Konnektivitäts-Diensten neue Einnahmequelle erschließen.
(Bild: Daimler)

Die Konnektivitäts-Dienste der Autohersteller können Nutzer teuer kommen. Nach einer Gratis-Phase müssen die meisten Angebote kostenpflichtig verlängert werden, wenn man sie weiter nutzen will. Und nicht immer sind Preise und Leistungen für den Kunden transparent, wie der ADAC bei einem Test jetzt ermittelt hat.

Die von dem Club geprüften Connect-Systeme in der Kompaktklasse informieren in Echtzeit über Staus, helfen beim Finden freier Parkplätze oder ermöglichen das Musik-Streaming. Immer kostenlos bleiben sie aber nur beim Hyundai Ioniq Plug-in Premium sowie – in abgespeckter Form – beim VW Golf 8. Während die Wolfsburger jedoch im Grunde lediglich die Fernabfrage von Fahrzeugdaten ermöglichen, liefert der Hyundai auch Verkehrsmeldungen und Infos zu Ladestationen.

Bei anderen Herstellern können für die Dienste richtig teuer werden. Die Spanne der Jahresgebühren reicht von 29 Euro beim Toyota Corolla bis zu 272 Euro im BMW M135i. Beide Systeme liefern zum Beispiel Echtzeit-Verkehrsmeldungen und Informationen über freie Parkplätze.

Die Experten raten, während der Probefahrt einen ausführlichen Test der Systeme vorzunehmen, um anschließend entscheiden zu können, welchen Dienst sie überhaupt benötigen. Die Hersteller fordert der Club auf, Preise und Leistungsumfang der Angebote im Internet leichter auffindbar zu machen und im Kaufvertrag separat auszuweisen. -spx-

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