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Kalaschnikow CV-1 – Die E-Auto-Studie eines Waffenherstellers

| Autor / Redakteur: Mario Hommen / Benjamin Kirchbeck

Auch in Russland macht man sich Gedanken über die Mobilität der Zukunft. Optisch vermittelt diese allerdings vor allem den Charme der Vergangenheit.

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Cool oder krude? Das Frontdesign hat was, wirkt aber auch nach Bastellösung.
Cool oder krude? Das Frontdesign hat was, wirkt aber auch nach Bastellösung.
(Bild: Kalaschnikow)

Der vor allem für die Produktion von Kriegsgerät bekannte russische Mischkonzerne Kalaschnikow hat sich in viele Produktionsbereiche verzweigt. Unter anderem werden auch Techniken zur E-Mobilität entwickelt. Ein neues Konzeptauto, der Retro-Renner CV-1, soll andeuten, wohin die Reise gehen könnte.

Optisch erinnert der babyblaue CV-1 an den Autobau vergangener Zeiten. Die Form basiert auf den IZH-21252 "Combi", der in Russland zwischen 1973 und 1997 gebaut wurde und zu den Auto-Ikonen der Sowjet-Zeit zählt. Die elektrifizierte Kalaschnikow-Variante CV-1 setzt auf eine drastische Fahrwerkstieferlegung, Sportfelgen und einen massiven Kühlergrill, der seitlich von dreiteiligen LED-Scheinwerfer-Segmenten flankiert wird.

Der CV-1 basiert auf dem IZH-21252 "Combi"
Der CV-1 basiert auf dem IZH-21252 "Combi"
(Bild: Kalaschnikow)

Wichtiger als diese Tuning-Aura soll jedoch die Antriebtechnik sein, die sich aus mehreren von Kalaschnikow selbst entwickelten Komponenten zusammensetzt. Wie die staatsnahe Nachrichten-Agentur Sputniknews berichtet, will Kalaschnikow einige bahnbrechende Techniken wie etwa einen Wechselrichter für 1,2 Megawatt entwickelt haben. Die Innovationen sollen es den Russen erlauben, künftig mit führenden Elektroautoherstellern wie Tesla konkurrieren zu können.

Der Antrieb soll 220 kW/299 PS leisten und eine Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in gut sechs Sekunden erlauben. Auch die Reichweite wird verraten: Demnach schafft der 21252 mit einer 90-kWh-Batterie mit einer Ladung 350 Kilometer.

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