Teststrecke In Sengenthal schweben Güter jetzt von A nach B

Autor / Redakteur: ampnet / Marie Lücke

Leise, emissionsarm, vollautomatisiert: So können Container dank des Transport System Bögl (TSB) zwischen stark frequentierten Logistikhubs transportiert werden. Eine erste 860 Meter lange Teststrecke hat nun den Betrieb aufgenommen. Auch für den Personenverkehr soll sich die Technik eignen.

Die Magnetschwebebahn soll den Gütertransport umweltfreundlicher machen.
Die Magnetschwebebahn soll den Gütertransport umweltfreundlicher machen.
(Bild: Firmengruppe Max Bögl)

Die Magnetschwebebahn TSB Cargo System hat ihren Betrieb auf der 860 Meter langen Erprobungsstrecke in Sengenthal aufgenommen. Neben einem Einsatz im Personennahverkehr soll das vollautomatisierte Transport System Bögl (TSB) auch im Güterverkehr eine platzsparende und emissionsarme Alternative zum straßengebundenen Verkehr bieten.

Bei einer Taktfolgezeit von 20 Sekunden sollen so bis zu 180 einzelne Container pro Stunde und Richtung bei Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern vollelektrisch transportiert werden.

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In Hamburg wird aktuell eine 120 Meter lange Demonstrationsstrecke inklusive Weiche für den diesjährigen ITS World Congress gebaut. Vom 11. bis 15.Oktober 2021 können Besucher dann dort den Umschlag vom LKW auf das TSB Cargo sowie dessen Fahrbetrieb auf dem Gelände des Cruise Center Steinwerder erleben.

Diese Einsatzmöglichkeiten gibt es

Einsatzmöglichkeiten für das TSB Cargo bestehen in der Verteilung von Gütern zwischen Logistikhubs wie Hafenterminals oder in der Hinterlandanbindung.

Da aktuell im Container-Einzeltransport hauptsächlich dieselbetriebene LKW eingesetzt werden, könnte die Verlagerung auf ein vollelektrisches System wie TSB Cargo die CO2-Emissionen in der Transportkette reduzieren und die Infrastrukturen im Hafen entlasten.

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