Mobilitätsmesse in München IAA: Aktivisten kündigen Proteste gegen „Klimakiller-Party“ an

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

2019 war es bei der IAA in Frankfurt zu teils heftigen Protesten gekommen. Ein ähnliches Szenario droht im September auch bei der Neuauflage der Messe in München. Gegner der Veranstaltung bringen sich bereits in Stellung.

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Bei der IAA 2019 in Frankfurt gab es teils heftige Proteste. Ein Szenario, dass in diesem Jahr auch in München bei der Neuauflage der Messe droht.
Bei der IAA 2019 in Frankfurt gab es teils heftige Proteste. Ein Szenario, dass in diesem Jahr auch in München bei der Neuauflage der Messe droht.

Klimaaktivisten und Linksradikale bereiten Störaktionen gegen die IAA-Automobilmesse in München vor. Das Bündnis „Sand im Getriebe“, das schon auf der letzten IAA 2019 in Frankfurt am Main mit Aktionen für Furore gesorgt hatte, kündigte unter dem Motto „BlockIAA - Autokonzerne entmachten“ auf seiner Homepage an: „Wir werden diesem verlogenen Greenwashing keinen Platz lassen und den reibungslosen Ablauf der Messe verhindern!“

Die am 7. September beginnende IAA Mobility sei eine „Klimakiller-Party“ der Autoindustrie, „dem Rückgrat des deutschen Exportkapitalismus“, die ihre Geschäfte „hinter kapitalistischen Nachhaltigkeits-Lügen verschleiern" wolle.

Elektroautos seien keine Lösung. „Wir kämpfen gegen den Autokapitalismus“, schreiben die Aktivisten und kündigten an: „Wir blockieren die Autoparty!“ In München „läuten wir mit Zivilem Ungehorsam das Ende des Autozeitalters ein“.

Autoclub fordert Besucherschutz

Der Autoclub AvD forderte am Donnerstag, die Polizei müsse Aussteller und Besucher besser schützen als in Frankfurt. Der Staat dürfe „nicht erneut zulassen, dass Demokratiefeinde das Demonstrationsrecht pervertieren und für ihre kruden, teils gewalttätigen Aktivitäten missbrauchen“, sagte AvD-Generalsekretär Lutz Linden. Den Initiatoren gehe es nicht ums Klima, sondern um „eine marxistische Autokratie mit ökologischer Verkleidung“.

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