Elektromobilität Hubject und &Charge wollen Ladeerlebnisse für E-Auto-Fahrer verbessern

Autor: Christoph Seyerlein

Welche Ladesäule ist frei, welche funktioniert? Längst nicht immer haben E-Auto-Fahrer einen Zugang zu solchen Informationen. Zwei Start-ups wollen das nun gemeinsam ändern.

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Daten zu freien und funktionstüchtigen Ladesäulen können E-Auto-Fahrern das Leben erleichtern.
Daten zu freien und funktionstüchtigen Ladesäulen können E-Auto-Fahrern das Leben erleichtern.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Ein unbefriedigender Lade-Stopp kann schon mal zu Ärger führen. Frag nach bei Herbert Diess und Ionity. Mit Hubject und &Charge wollen nun zwei Start-ups aus dem Ladeinfrastruktur-Bereich gemeinsame Sache machen, um Elektroauto-Fahrer bestmöglich mit relevanten Daten zu Lademöglichkeiten zu versorgen.

Hubject ist nach eigenen Angaben der führende B2B-Marktplatz für Ladestationen. Mehr als 920 Partner in 52 Länder nutzen die Angebote der Berliner. E-Auto-Fahrern verschafft Hubject Zugang zu über 300.000 Ladepunkten. Beispielsweise macht es Hubjects Direktbezahlsystem „Intercharge direct“ möglich, an angeschlossenen Ladesäulen ohne Vertrag oder Prepaid-Ladekarte per Smartphone zu bezahlen. Das 2012 gegründete Unternehmen ist ein Joint Venture von BMW, Bosch, Mercedes-Benz, Enbw, Enel X, Eon, Siemens und Volkswagen.

&Charge ist vereinfacht beschrieben ein Bonusprogramm-Anbieter für E-Auto-Fahrer. Gemeinsam mit teilnehmenden Partnern wie etwa Ladestromanbietern ruft das Start-up User beispielsweise regelmäßig dazu auf an Challenges teilzunehmen. Wer das tut, kann sich etwa Freikilometer sichern, die beim nächsten Aufladen eingelöst werden können. Von seiner Community sammelt das 2019 gegründete Unternehmen außerdem beispielsweise auch Erfahrungsberichte zu Ladestopps an öffentlichen Säulen.

Ziel: Bessere Datenqualität

Gemeinsam wollen beide Unternehmen nun die Qualität der gesammelten Daten steigern. Denn aktuell sei der Markt sehr heterogen. Das führe dazu, dass es an verlässlichen Informationen zu Ladepunkten für Endkunden mangele.

Die gesammelten und aufbereiteten Daten der beiden Partner sollen Lade-Anbieter in Zukunft nutzen können, um das zu verbessern. &Charge-Co-Gründer und Vertriebschef Simon Vogt erklärte: „Mit dieser Kooperation machen wir einen großen Schritt in Richtung Datenzuverlässigkeit, die dazu beitragen wird, das Elektromobilität von der breiten Masse besser angenommen wird.“

Hubject-Geschäftsführer Christian Hahn ergänzte: „Die Servicequalität von öffentlichen Ladestationen wird zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für die Einführung von Elektrofahrzeugen.“ Der Markt brauche zuverlässige, zugängliche und verfügbare Ladestationen, um mehr Menschen zu überzeugen, auf Elektromobilität umzusteigen.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility