Ratgeber Günstig E-Auto-Fahren: Darauf lohnt es sich zu achten

Von Holger Holzer/SP-X

Klar: Wer immer ohne Vertrag an der Schnellladesäule lädt, zahlt für sein E-Auto ordentlich. Sechs Tipps, wie Fahrerinnen und Fahrer ihre Kosten niedrig halten können.

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Die Ladesäulen von Ionity zählen für Nicht-Vertragskunden zu den teuersten.
Die Ladesäulen von Ionity zählen für Nicht-Vertragskunden zu den teuersten.
(Bild: Volkswagen)

Vieles spricht aktuell für den Umstieg auf ein E-Auto. Und einiges vielleicht auch dagegen. Finanziell hingegen lohnt sich das Stromer-Fahren nicht nur dank der umfassenden Förderung zurzeit fast immer. Vor allem, wenn man einige Tipps beherzigt.

Wo Sie gratis Strom tanken können

Einzelhändler und Handelsketten haben die Strom-Tankstelle als Kunden-Lockmittel erkannt. Vor Supermärkten, vor allem aber auf den Parkplätzen von Möbelhäusern und Einkaufszentren finden sich immer häufiger Ladesäulen, die kostenlos Wechselstrom abgeben. Um Elektro-Schnorrerei zu verhindern, ist mittlerweile in vielen Fällen eine Anmeldung per App oder an der Infotheke nötig. Aber gerade in Fällen, in denen man länger vor Ort bleibt, kann sich das Gratis-Laden lohnen, fließt doch an einem 11-kW-Anschluss pro Stunde Strom für 4 bis 6 Euro in den Akku.

Möglichst zuhause laden

Wer ein Elektroauto fährt, braucht nicht zwingend eine Lademöglichkeit in der heimischen Garage. Aber wer nur auswärts tankt, zahl deutlich mehr für den Strom als daheim. Während er aus der heimischen Steckdose in der Regel um die 32 Cent pro Kilowattstunde kostet, sind es am öffentlichen Normallader 40 bis 50 Cent, am Schnelllader können die Kosten noch einmal deutlich höher liegen.

Vermeiden Sie Ad-hoc-Laden

Die Tarife an öffentlichen Ladesäulen sind teilweise kompliziert und intransparent. Ganz klar ist aber: Das spontane Laden ohne Vertrag, sogenanntes Ad-hoc-Laden, ist mit Abstand die teuerste Option. Um das zu vermeiden, ist es sinnvoll, mehr als einen aktiven Ladestromvertrag mit entsprechender Karte beziehungsweise App zu nutzen. Als Zweit- oder Dritt-Vertrag eignen sich vor allem solche ohne monatliche Grundgebühr. Dann sind die kWh-Preise zwar höher, aber lange nicht so hoch wie beim Ad-hoc-Laden.

Denken Sie an Blockiergebühren

Um E-Autofahrer zu hindern, Ladesäulen länger zu besetzen als nötig, haben viele E-Mobilitäts-Provider und Ladesäulenbetreiber Gebühren für übermäßig langes Stehen eingeführt. In vielen Fällen sind die Zusatzkosten gedeckelt, manchmal tickt das Zählwerk aber unbegrenzt weiter, so dass mehrstellige Eurobeträge zusammenkommen. Wer lange parken will, sollte sich vorher informieren, was das „Blockieren“ an der jeweiligen Säule kosten kann.

Behalten Sie den Fahrstrom-Markt im Auge

Der Markt für Fahrstrom ist aktuell stark in Bewegung. Tendenziell gehen die Preise nach oben, aber vor allem neue Anbieter bieten schon mal gute Kurse. Dabei lohnt sich auch ein Blick ins benachbarte Ausland, denn häufig wird bei den aufgerufenen Kosten nicht zwischen nationalen und internationalen Ladesäulen unterschieden. Künftig dürften vermehrt auch Tarifmodelle aufkommen, die die Strompreise flexibel an die Verfügbarkeit anpassen – an sonnigen Tagen mit hoher Photovoltaik-Leistung gibt es dann die Akkufüllung für kleines Geld.

Beantragen Sie die THG-Quote

Seit Anfang dieses Jahres können E-Auto-Fahrer ihr eingespartes CO2 im Rahmen der Treibhausgasquotenregelung („THG-Quote“) an die Mineralölindustrie verkaufen. Diese benötigt die „Verschmutzungsrechte“, um hohe Strafzahlungen an den Staat zu vermeiden und ist entsprechend interessiert. Die Abwicklung übernehmen spezielle Agenturen, die sich einen Teil des Auszahlungsbetrags abzwacken. Trotzdem kommen je nach Marktentwicklung, Anbieter und Konditions-Details knapp 300 bis knapp 500 Euro zusammen. Pro Jahr. Alternativ gibt es Strom-Gutscheine oder Waren wie etwa eine Wallbox.

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