Verkehrswende Großbritannien: Mehr Rechte für Fußgänger und Radfahrer

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Briten haben in Zeiten der Corona-Pandemie laut Verkehrsminister Grant Shapps Radfahren und Laufen für sich entdeckt. Nun will die Regierung die Straßenverkehrsordnung anpassen. Was sich dabei ändern soll.

Großbritannien will die Straßenverkehrsordnung zu Gunsten von Fußgängern und Radfahrern anpassen.
Großbritannien will die Straßenverkehrsordnung zu Gunsten von Fußgängern und Radfahrern anpassen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Fußgänger und Radfahrer sollen in Großbritannien mehr Vorrechte im Straßenverkehr bekommen. „Millionen von uns haben im vergangenen Jahr herausgefunden, was Radfahren und Laufen für großartige Wege sind, um fit zu bleiben, die Straßen zu entlasten und etwas für die Umwelt zu tun“, sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Freitag.

Die Straßenverkehrsordnung soll daher zugunsten dieser Fortbewegungsformen angepasst werden. Dazu ist im Herbst die Zustimmung des Parlaments erforderlich.

Einem Bericht der BBC zufolge beinhalten die Änderungen etwa, dass geradeaus fahrende Radfahrer an einer Kreuzung Vorfahrt haben sollen und Autofahrer Fußgängern an Kreuzungen Vorrang geben müssen, auch wenn diese die Straße noch nicht betreten haben.

Neue Hierarchie soll entstehen

Mit den neuen Regeln soll zudem eine neue Hierarchie im Straßenverkehr geschaffen werden: So sollen jene, die anderen mit ihrem Fahrzeug größeren Schaden zufügen können, auch eine größere Verantwortung tragen.

Die Organisation Living Streets begrüßte die Ankündigung. „Derzeit behandelt die Straßenverkehrsordnung Kinder auf dem Weg zur Schule und Lastwagenfahrer so, als wären sie gleichermaßen verantwortlich für ihre eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer“, sagte Stephen Edwards von Living Streets der BBC zufolge. Die Änderungen würden dies ausgleichen.

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