Autonomes Fahren Ford und Argo AI bringen noch 2021 vollautonome Fahrzeuge auf die Straße

Autor: Christoph Seyerlein

Ford und Argo AI wollen gemeinsam mit dem Fahrdienstleister Lyft ein Ausrufezeichen beim autonomen Fahren setzen. Noch in diesem Jahr soll ein autonomer Ride-Hailing-Dienst in Miami starten. Was sich das Trio davon erhofft.

Firmen zum Thema

Die ersten autonomen Ford-Modelle sollen noch in diesem Jahr in der Lyft-Flotte in Miami starten.
Die ersten autonomen Ford-Modelle sollen noch in diesem Jahr in der Lyft-Flotte in Miami starten.
(Bild: Ford)

Wer in Miami den Ride-Hailing-Dienst von Lyft nutzt, soll noch im Laufe des Jahres auf autonome Fahrzeuge zugreifen können. Das teilten am Mittwoch Lyft, Ford und Argo AI gemeinsam mit. In den Autos wird allerdings noch ein Sicherheitsfahrer mit an Bord sein. 2022 soll das Angebot dann auch in Austin verfügbar sein. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen in der Lyft-Flotte in mehreren Märkten insgesamt 1.000 autonome Fahrzeuge unterwegs sein.

Lyft hatte seine eigene Entwicklungssparte für das autonome Fahren erst im April an Toyota für 550 Millionen Dollar abgestoßen. Stattdessen setzt das Unternehmen künftig auf externe Technik – ähnlich wie Konkurrent Uber. Im Zuge des Geschäfts mit Ford und Argo AI erhält Lyft 2,5 Prozent der Argo-Anteile. In das Start-up hat auch Volkswagen bereits rund 2,6 Milliarden Euro investiert.

„Mit dieser Zusammenarbeit kommen erstmals alle Teile des Autonomen-Fahren-Puzzles zusammen“, sagte Lyft-Chef Logan Green. „Jede der drei Firmen bringt den Rahmen, das Wissen und die Fähigkeiten in ihren Gebieten mit, um autonomes Ride-Hailing zu einem Geschäftsmodell zu machen.“

Lässt sich autonomes Fahren skalieren?

Das Trio erhofft sich von den ersten Erfahrungen noch in diesem Jahr Erkenntnisse, inwieweit sich autonomes Fahren im Realbetrieb skalieren lässt. Damit setzen die Unternehmen ein Ausrufezeichen im Wettlauf um die Vorherrschaft in dem Bereich. Auch andere Anbieter wie General Motors wollen ein Wörtchen mitreden. GM-Chefin Marry Barra hatte zuletzt als Zeitrahmen allerdings lediglich einen Einsatz noch in diesem Jahrzehnt angepeilt.

(ID:47533191)

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Entwicklungsredakteur