Statistisches Bundesamt Fahrgastzahlen im ÖPNV: Auf weiteren Einbruch folgen erste Entspannungszeichen

Autor / Redakteur: dpa / Marie Lücke

Im öffentlichen Personenverkehr ist auch 2021 die Zahl der Fahrgäste eingebrochen. In den ersten sechs Monaten lag das Minus bei 18 Prozent – fast ein Fünftel weniger als im Vorjahreszeitraum.

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ÖPNV in Zeiten von Corona.
ÖPNV in Zeiten von Corona.
(Bild: MAN Truck & Bus)

Die Corona-Pandemie sorgt weiter für ein Minus bei den Fahrgastzahlen von Bussen und Bahnen. Im ersten Halbjahr 2021 wurden knapp 3,5 Milliarden Fahrten registriert und damit 18 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Im Eisenbahn-Fernverkehr lag das Minus bei 34 Prozent, im Fernbusverkehr sogar bei 92 Prozent. Der öffentliche Personennahverkehr mit Bussen und Straßenbahnen, der 99 Prozent des Linienverkehrs ausmacht, lag 17 Prozent unter dem Vorjahreswert – es handele sich hier aber um vorläufige Ergebnisse.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019, dem Jahr vor Ausbruch des Coronavirus, beträgt der Rückgang insgesamt 42 Prozent.

Ausschlaggebend für den Rückgang ist das erste Quartal 2021: Während zwischen Januar und März mit 39 Prozent deutlich weniger Menschen den öffentlichen Verkehr nutzten als im Vorjahreszeitraum, war von April bis Juni ein Anstieg von 20 Prozent im Nahverkehr und 51 Prozent im Fernverkehr zu verzeichnen.

Lockerungen bringen Aufwärtstrend

Das gesamte erste Quartal 2021 war von der Pandemie geprägt, während sich das Virus ein Jahr zuvor erst ab März deutlich auf den öffentlichen Verkehr auswirkte.

Im zweiten Quartal 2021 fuhren dann wieder mehr Menschen mit Bussen und Bahnen als ein Jahr zuvor.

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