Start-up Faaren: Nach Auto-Abos kommen jetzt auch E-Bike-Abos

Autor Christoph Seyerlein

Um das Geschäft mit Auto-Abos ist bereits ein reger Wettbewerb entstanden. Doch wie sieht es mit E-Bikes aus? Dort ist bislang vor allem das Leasing neben dem klassischen Verkauf bekannt. Faaren will das nun ändern.

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Vorerst bietet Faaren den „E-Coffee Cruiser“ MC E-Bike als einziges Rad im Abo an.
Vorerst bietet Faaren den „E-Coffee Cruiser“ MC E-Bike als einziges Rad im Abo an.
(Bild: MC E-Bike)

Faaren ist bisher dafür bekannt, Unternehmen als Softwaredienstleister eigene Auto-Abo-Angebote zu ermöglichen. Jetzt erweitert das Start-up aus Rottendorf bei Würzburg sein Portfolio: Seit Anfang November bietet Faaren nun auch ein E-Bike im Abo an. Vorerst handelt es sich dabei nur um den „E-Coffee Cruiser“ von MC E-Bike. Weitere Fahrräder sollen aber in den kommenden Wochen folgen.

Vom immer beliebteren E-Bike-Leasing soll sich das Abo vor allem durch seine Flexibilität abheben. Die Laufzeit kann zwischen 12, 24 und 36 Monaten variieren. Die Preisspanne liegt zwischen 99 und 129 Euro im Monat. Hinzu kommen 199 Euro Selbstbeteiligung.

Als Vorteil gegenüber dem Leasing führt Faaren auf Nachfrage auch noch an, dass bei einem Abo keine Rentenpunkte verloren gingen. Das droht Arbeitnehmern, denen beim E-Bike-Leasing über den Arbeitgeber Teile jene Leistung vom Bruttolohn abgezogen wird. Einmal im Jahr muss das E-Bike zur Inspektion. Der Service soll nach Absprache mit Faaren bei nahezu jedem Fahrradhändler möglich sein. Nach Ablauf der Vertragszeit besteht eine Kaufoption.

„Fahrräder spielen eine immer wichtigere Rolle in unserer Mobilität“

Das E-Bike E-Coffee Cruiser setzt auf einen 50-Jahre-Vintage-Look und ist unter anderem mit Offroadreifen ausgestattet. Die elektrische Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 80 Kilometern an. Weitere Ausstattungsdetails: Ein Fern- und Abblendlicht und ein 3,5-Zoll-Farbdisplay.

Nach der ersten Pilotphase will Faaren sein Fahrradangebot „zügig ausbauen“. Dazu stehe man bereits mit entsprechenden Partnern im Austausch. „Für Kurzstrecken ist das Fahrrad-Abo genauso relevant wie das Auto-Abo auf Langstrecken. Fahrräder spielen eine immer wichtigere Rolle in unserer Mobilität“, sagt Marketingchef Konstantin Stenzel.

Mit dem Angebot von Faaren nimmt auch der Wettbewerb im Fahrrad-Abo-Geschäft zu. Beispielsweise ist Fleetpool bereits seit diesem Sommer damit aktiv. Dort können Kunden gar Verträge über nur drei Monate abschließen.

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