Personalie Ex-Conti-Technikchef Abendroth wird CEO von Flugtaxi-Start-up

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Für viele kommt sein Abgang überraschend: Technikchef Dirk Abendroth verlässt Continental. Sein neuer Arbeitgeber ist die Start-up-Holding Team Global. Künftig soll sich Abendroth unter anderem im Flugtaxi-Umfeld beweisen.

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Dirk Abendroth nimmt eine neue Herausforderung an.
Dirk Abendroth nimmt eine neue Herausforderung an.
(Bild: Ole Spata/Continental)

Der bisherige Technikchef der Auto-Kernsparte von Continental, Dirk Abendroth, wechselt in die Start-up-Beratung und digitale Technologie-Entwicklung. Ab sofort sei er bei Team Global „für alle Technik-, Forschungs- und Entwicklungsthemen zuständig“, wie die Holding am Donnerstag (1. Juli) mitteilen ließ.

Die Berliner beteiligen sich an kleinen Unternehmen und bauen sie – ähnlich wie andere „Inkubatoren“ – im Fall erfolgversprechender Geschäftsmodelle mit weiterem Kapital zu größeren Einheiten aus. Ex-Conti-Mann Abendroth soll als CEO eine „Neugründung im Aviation-Bereich“ leiten – es gehe um ein senkrecht startendes Fluggerät.

Daneben werde er auch die Aufgabe haben, die „Portfolio-Unternehmen strategisch zu unterstützen“, hieß es. Bei Team Global gehören dazu unter anderem der Flugtaxi-Entwickler Volocopter, die Solarfirma Enpal, der Carsharer Miles Mobility oder das Batterie-Start-up Theion. Leitthemen sind alternative Antriebe in Luftfahrt und Straßenverkehr, erneuerbare Energie und generell die Digitalisierung.

Bei Conti zuständig für die Technologie-Entwicklung

Bei Continental war Abendroth seit Anfang 2019 verantwortlich für die Technologie-Entwicklung des Hauptgeschäfts mit den Zulieferungen an Autohersteller. In dem Dax-Konzern aus Hannover gaben sich viele überrascht, als sich andeutete, dass er sich neu orientieren wolle.

Eines der letzten Projekte Abendroths bei Conti war die Entscheidung zum Aufbau einer gemeinsamen Software- und Hardware-Plattform für Autos mit der Cloud-Sparte von Amazon. „Einerseits geht es um eine stärkere Anbindung der Fahrzeug- an die Internet-Welt – andererseits darum, Daten aus der Cloud in neue Zusammenhänge zu bringen, die so noch nicht möglich waren“, sagte er kürzlich der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor war der Elektroingenieur bei BMW und bei der chinesischen Elektroauto-Firma Byton beschäftigt.

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