Platooning Elektronisch gekoppelte Stadtbusse

Autor / Redakteur: sp-x / Tanja Schmitt

In München läuft ein Pilotprojekt für eine spezielle Art des autonomen Fahrens.  Ein von Menschen gesteuerter Bus fährt voraus und ein zweites, fahrerloser Gefährt folgt.

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Die Münchner Stadtbusse sollen künftig teilautnom fahren.
Die Münchner Stadtbusse sollen künftig teilautnom fahren.
(Bild: KIT)

Der elektrische Stadtbus der Zukunft soll in teilautomatisierten Kolonnen fahren, um den ÖPNV sicherer und flexibler zu machen. Aktuell wird das sogenannte Platooning in München von den dortigen Stadtwerken und dem Karlsruher Institut für Technologie getestet, Mitte des Jahrzehnts könnte es in den Dauerbetrieb gehen.

Dann müssten in Zeiten hohen Fahrgastaufkommens keine unhandlichen Gelenkbusse oder Personenanhänger eingesetzt werden. Stattdessen würde man zwei normal lange Modelle elektronisch koppeln – die Forscher nennen das Konzept „elektronische Deichsel“. Im vorderen sitzt ein Fahrer, der hintere Bus folgt dem Vorderfahrzeug autonom mit minimalem Abstand.  

Platooning bislang auf der Autobahn

Bislang ist das Platooning-Konzept vor allem aus dem Güterverkehr bekannt. Zahlreiche Lkw-Hersteller und Zulieferer forschen an teilautomatisierten Fahrzeug-Zügen. Der Verzicht auf Fahrer soll Geld sparen, ein automatisiert gehaltener Abstand das Fahren im Windschatten erleichtern. Chancen werden dem Konzept vor allem im amerikanischen und australischen Hinterland eingeräumt, weniger auf den dicht befahrenen Autobahnen Zentraleuropas. 

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