PwC-Studie Elektroautos: Chinesische und US-Hersteller dominieren, deutsche holen auf

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

E-Autos von deutschen Herstellern werden immer beliebter, auch in der Bundesrepublik. Bei Angebot und Nachfrage dominiert allerdings China. Große Hoffnungen werden noch auf ein anderes Land gesetzt.

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Im ersten Halbjahr 2021 haben deutsche Autobauer knapp eine Viertelmillion reinelektrische Fahrzeuge verkauft.
Im ersten Halbjahr 2021 haben deutsche Autobauer knapp eine Viertelmillion reinelektrische Fahrzeuge verkauft.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Weltweit jedes sechste Elektroauto stammt mittlerweile von einem deutschen Hersteller. Bei vollelektrischen Fahrzeugen stieg der Anteil deutscher Autobauer einer Marktstudie der Unternehmensberatung PwC zufolge im zweiten Quartal auf 17 Prozent, bei Plug-in-Hybriden auf 50 Prozent.

Der VW-Konzern, BMW und Mercedes-Benz verkauften im ersten Halbjahr insgesamt 246.000 Batterieautos und rund 370.000 Plug-in-Hybride. Dominiert wird der Markt für vollelektrische Autos laut PwC gegenwärtig noch von chinesischen und US-amerikanischen Herstellern.

Die mit Abstand größte Nachfrage nach vollelektrischen Stromern gibt es demnach in China: Dort wurden im ersten Halbjahr 980.000 E-Autos und 212.000 Plug-in-Hybride zugelassen. Im zweiten Quartal stieg der Anteil der rein batteriebetriebenen Fahrzeuge auf mehr als 11 Prozent und lag damit vor den europäischen Kernmärkten mit 8 Prozent.

Mehr als die Hälfte der E-Autos werden in China verkauft

„Im globalen Vergleich entfallen 58 Prozent der E-Auto-Käufe in diesem Zeitraum auf den chinesischen Markt“, schrieben die Branchenexperten. Die Volksrepublik stelle die Weichen auf E-Mobilität, um „sich als eine der führenden Hightech-Nationen zu positionieren und gleichzeitig die Lebensqualität der eigenen Bürger durch die Reduktion der Umweltverschmutzung zu verbessern“.

In Deutschland haben die Stromer mit 84.000 Neuzulassungen im zweiten Quartal fast gleichgezogen mit den Plug-in-Hybriden mit gut 85.000 Neuzulassungen. Zusammen lag ihr Marktanteil im ersten Halbjahr bei 23 Prozent. Das wachsende Angebot der Hersteller und die staatlichen Kaufprämien für E-Autos und Ladeboxen seien wichtige Hebel, sagte PwC-Branchenexperte Felix Kuhnert.

In den USA dagegen kamen Stromer und Plug-in-Hybride zusammen nur auf 3 Prozent. Die von Präsident Joe Biden geplanten Anreize, das steigende Umweltbewusstsein und technische Fortschritte könnten das jedoch ändern.

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