Uniti ist ehemaliges Uniprojekt Elektrischer Schwedenflitzer soll „die Welt retten“

Autor / Redakteur: gr/sp-x / Andreas Grimm

Ein komplett neu gedachtes E-Auto für die Stadt entwickelt eine Forschergruppe in Schweden. Das Team studiert zum Teil noch, doch die Finanzierung steht. Konzeptionell erinnert „Uniti“ an den Renault Twizy.

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In Schweden entwickelt ein Team aus Universitätsabsolventen derzeit das elektrische Stadtauto „Uniti“.
In Schweden entwickelt ein Team aus Universitätsabsolventen derzeit das elektrische Stadtauto „Uniti“.
(Bild: Uniti)

Ein schwedisches Start-up sammelt derzeit erfolgreich Geld ein, um möglicherweise schon im Jahr 2018 mit einem elektrisch angetriebenen Mini-Stadtauto auf den Markt zu kommen. Uniti heißt die Firma, die laut dem Portal „Gründerszene.de“ binnen 36 Stunden rund 500.000 Euro auf der Crowdfunding-Plattform Fundedbyme eingesammelt hat. Inzwischen ist das Gründerkapital weiter gestiegen.

Hinter Uniti steckt die Idee, ein in mehreren Aspekten unkonventionelles und zukunftsweisendes E-Auto für die Stadt zur Serienreife zu bringen. Und der selbstgesteckte Anspruch ist hoch: „Dieses schwedische Elektroauto kommt, um die Welt zu retten“, heißt es auf der Webseite des Projekts.

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Bei dem Auto selbst handelt es sich um eine Art futuristisch aufgemachten Renault Twizy. Wie beim Franzosen-Quad finden auch im Uniti zwei Personen hintereinander Platz. Dank eines 15 kW/20 PS leistenden E-Motors soll das schwedische Minimobil bis zu 90 km/h schnell werden. Mit Strom wird das nur rund 400 Kilogramm leichte und vornehmlich aus Biomaterial gefertigte Auto von einer 11 kWh leistenden Natrium-Ionen-Batterie versorgt. Der Akku soll Reichweiten von bis zu 150 Kilometern ermöglichen.

Noch gibt es nur die Idee und einige Konzepte sowie ein paar Computerretuschen. Doch das eingesammelte Geld soll nun in die Entwicklung eines Prototypen fließen, der nach jetzigen Plänen im nächsten Jahr fertig werden könnte. Als möglichen Preis für das Serienfahrzeug nennt Uniti 200.000 Schwedische Kronen, was umgerechnet rund 20.000 Euro entspricht.

Neben dem rein elektrischen Antrieb soll der Uniti noch eine Reihe zukunftsweisender Techniken bieten. Es gibt keine Pedale und kein normales Lenkrad. Stattdessen übernimmt eine Art Joystick die Steuerung. Nach vorne geschoben, nimmt der Wagen an Fahrt auf. Gebremst wird mit einer Rückwärtsbewegung. Alle Funktionen sollen über Touchscreen-Technik gesteuert werden, berichtet „Gründerszene.de“.

Entstanden ist das Projekt Uniti im Sommer 2015 als Spin-off der Uni Lund. Die Ingenieure, die für Gründer Lewis Horne an Uniti arbeiten, befinden sich teilweise noch in der Abschlussphase ihres Studiums. 15 Mitarbeiter zählt das Team derzeit.

Diesen Artikel haben wir bei unseren Kollegen vom KFZ-Betrieb übernommen.

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