Reife-Einschätzung E-Busse in der Praxis: Mehr Reichweite gefragt

Quelle: sp-x

Die Zahl der E-Busse in deutschen Städten wächst. Noch kann das Konzept aber die Verkehrsbetriebe nicht voll überzeugen.

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Die meisten E-Busse laden abends im Depot.
Die meisten E-Busse laden abends im Depot.
(Bild: Daimler Truck AG)

Batterieelektrische Busse haben einen hohen Reifegrad erreicht, können aber in der Praxis noch nicht voll überzeugen. Lediglich knapp 50 Prozent der deutschen Verkehrsbetriebe halten die Fahrzeuge nach ersten Betriebserfahrungen für serienreif.

Weitere 25 Prozent sprechen von „nah an der Serienreife“, wie aus einer Studie der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) hervorgeht. Die GmbH in staatlicher Hand hat die aktuellen Förderprogramme für elektrische Bussysteme untersucht und die Ergebnisse nun in einem Abschlussbericht veröffentlicht.

Ergebnis schlechter als erwartet

Das Ergebnis der Reife-Einschätzung fällt schlechter aus als im Vorfeld erwartet; damals war mit einem Grad von 90 Prozent gerechnet worden. Schwächen gibt es dem Papier zufolge vor allem noch beim Energieverbrauch und der Reichweite, die nicht für alle Anwendungsfälle ausreicht.

Überzeugen konnten die E-Busse hingegen bei der Verfügbarkeit beziehungsweise Zuverlässigkeit, die mit 90 Prozent ähnliche Werte wie bei Dieselmodellen erreicht. Insgesamt wurden 130 Busse von acht Herstellern berücksichtigt.

Probleme bei H2-Bussen

Neben Batterie-Bussen wurden auch Wasserstoff-Busse untersucht, von denen es aber erst wenige im Einsatz gibt. Die Studie hat die Erfahrungen mit 45 Fahrzeuge analysiert, wobei sich vor allem die schlechte Verfügbarkeit von 78 Prozent als Problem zeigte.

Offenbar führt die Technik zu vielen Wartungs- und Reparatur-Zeiten. Hinzu kommt, dass auch die H2-Tankstellen lediglich eine Verfügbarkeit von 93 bis 97 Prozent aufwiesen. Selbst kurzzeitige Ausfälle der Betankungs-Technik stören den Betriebsablauf stark.

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