Mobilität Deutsche legen erstmals wieder mehr lange Strecken zurück als vor der Corona-Pandemie

Autor: Christoph Seyerlein

Mit Kontakt- und Reisebeschränkungen ist in der Corona-Pandemie auch die Mobilität der Deutschen eingebrochen. Zuletzt gab es allerdings eine Trendwende, wie Daten des Statistischen Bundesamts zeigen.

Auch so mancher Bahnstreik hat nicht verhindert, dass die Deutschen zuletzt wieder zunehmend längere Strecken zurückgelegt haben.
Auch so mancher Bahnstreik hat nicht verhindert, dass die Deutschen zuletzt wieder zunehmend längere Strecken zurückgelegt haben.
(Bild: Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee)

Die Deutschen haben sich im Juli und August im Urlaubsmodus präsentiert. Und bei der dazugehörigen Mobilität haben sich viele offenbar kaum noch eingeschränkt. Denn experimentelle Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) zeigen: Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 haben die Bürger wieder mehr lange Strecken zurückgelegt als im Vergleichsmonat aus dem Vor-Pandemie-Jahr 2019.

Der Sommer hat die Deutschen dazu animiert, wieder mehr lange Strecken zurückzulegen.
Der Sommer hat die Deutschen dazu animiert, wieder mehr lange Strecken zurückzulegen.
(Bild: Statistisches Bundesamt)

Konkret stieg die Zahl der Bewegungen mit 30 Kilometern und mehr gegenüber Juli und August 2019 um ein Prozent. Zum Vergleich: Im ersten Lockdown im April 2020 war jener Parameter um 53 Prozent niedriger ausgefallen als noch im April 2019. Am häufigsten werden längere Distanzen am Wochenende zurückgelegt.

Auch auf Strecken zwischen 5 und 30 Kilometern zeigten sich die Deutschen zuletzt wieder mobiler als vor der Pandemie (+10 %). Dagegen gab es bei kürzeren Distanzen unter 5 Kilometern einen Rückgang um 3 Prozent. Jene Strecken waren während der Corona-Krise noch am wenigsten von schwindender Mobilität betroffen gewesen.

Das Statistische Bundesamt identifiziert die Bewegungen, die in die Auswertung einfließen, auf Basis von anonymisierten und aggregierten Mobilfunkdaten aus Positionsänderungen. Die Aufenthalte an Start- und Zielort müssen dabei mindestens 30 Minuten betragen.

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 Christoph Seyerlein

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Fachredakteur Next Mobility