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Daimler und Bosch wollen noch 2018 autonom fahrende Taxis testen

| Autor / Redakteur: mit Material von Reuters / Julia Schmidt

Das erklärte Ziel ist es, so schnell wie möglich die ersten marktreifen Roboter-Taxis auf die Straße zu bringen, noch vor der der amerikanischen Konkurrenz, allen voran vor der Google-Tochter Waymo.

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Roboter-Taxis: Schon in den kommenden Monaten sollen die ersten Testfahrzeuge auf deutschen Straßen zum Einsatz kommen.
Roboter-Taxis: Schon in den kommenden Monaten sollen die ersten Testfahrzeuge auf deutschen Straßen zum Einsatz kommen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Bereits im April 2017 haben sich der Automobilkonzern Daimler und die Zulieferfirma Bosch zu einer Allianz zusammengeschlossen, um gemeinsam die Entwicklung selbstfahrender Autos zu beschleunigen. Nun hat in einem Interview mit der Automobilwoche Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch, angekündigt, dass man die ersten Testfahrzeuge schon in den kommenden Monaten auf die Straße schicken wird.

Die Zeit wird knapp. Erst letzten Monat gab Waymo bekannt, dass man jetzt auch in Atlanta mit dem Testen von Fahrzeugen begonnen habe. Damit fahren nun bereits in 25 US-amerikanischen Städten autonome Testfahrzeuge. Gleichzeitig werden Taxi-Dienste wie Uber und Didi immer beliebter und auch diese Unternehmen arbeiten an selbstfahrenden Taxis.

Die Landschaft der Autoindustrie befindet sich im Wandel. Die Verbraucher nutzen zunehmend ihr Smartphone um Fahrzeuge zu orten und zu mieten oder um Taxis zu rufen. Die Technologieunternehmen und Automobilhersteller sind bestrebt, sich diesem veränderten Verhalten anzupassen und selbst entsprechende Services anzubieten.

"Wir werden neben hoch automatisierten Fahrzeugen mit Level 3 auch vollautomatisierte Fahrzeuge – also Level 4/5 – in absehbarer Zeit auf die Straße bringen", sagte Wilko Stark, Strategie-Chef von Daimler- und Mercedes-Benz Cars.

Ein Level-3-Auto braucht noch ein Lenkrad und einen Fahrer, der die Leitung übernehmen kann, wenn das Auto auf ein Problem stößt, während in Level 4 das System dauerhaft die Führung des Fahrzeuges übernimmt. Wobei hier der Fahrer weiterhin ins Geschehen eingreifen kann. Volle Autonomie oder Level 5-Systeme - beseitigen sogar die Notwendigkeit für ein Lenkrad.

"Der große Unterschied zu anderen Wettbewerbern ist, dass wir unser Fahrzeug von Anfang an als Roboter-Taxi konzipieren und nicht das Technik-Kit auf ein Serienfahrzeug aufsetzen. Wir werden keine Bastellösung habe", fügte Stark hinzu. Mit Mytaxi, Via oder Moovel habe man auch bereits die geeigneten Plattformen für Dienste über die die Taxis gerufen werden könnten.

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