Fahrdienste Chinesischer Uber-Rivale Didi will an US-Börse

Autor / Redakteur: dpa / Nick Luhmann

In den USA steht einer der größten Tech-Börsengänge des Jahres bevor. Der chinesische Dienstleister hat in Q1 geschafft, worauf die Anleger bei Uber nach wie vor hoffen: Gewinn zu machen.

Die Didi Chuxing Technology Co. hat ihren Hauptsitz in Peking.
Die Didi Chuxing Technology Co. hat ihren Hauptsitz in Peking.
(Bild: Rehberg / VCG)

Der chinesische Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing bereitet einen Börsengang in den USA vor. Das Unternehmen reichte am Donnerstag (10. Juni) einen entsprechenden Antrag bei der Börsenaufsicht SEC ein. Aus den Unterlagen geht noch nicht der konkrete Zeitplan und der angestrebte Emissionserlös hervor. Der Uber-Rivale ließ bislang zudem noch offen, an welche US-Börse er strebt. Infrage kommen die New York Stock Exchange und die Nasdaq.

Das US-Finanzblatt „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf eingeweihte Kreise, dass Didi eine Gesamtbewertung von umgerechnet knapp 60 Milliarden Euro anpeile. Damit dürfte es einer der größten Tech-Börsengänge des Jahres werden. Didi musste im vergangenen Jahr allerdings einen erheblichen Umsatzrückgang auf unter 22 Milliarden Dollar verkraften, wie aus den SEC-Dokumenten hervorgeht. Grund dürften starke Geschäftseinbußen aufgrund der Corona-Pandemie gewesen sein. Vorher verzeichnete Didi ein deutliches Wachstum.

Uber profitiert

In den vergangenen drei Jahren schrieb das Unternehmen nach eigenen Angaben rote Zahlen. Im ersten Quartal 2021 schaffte Didi jedoch einen Nettogewinn von gut 870 Millionen Dollar. Die Chinesen verfolgen ein ähnliches Geschäftsmodell wie Uber. In seinem Heimatmarkt setzte sich Didi in einem erbitterten Preiskampf gegen Uber durch. Das US-Unternehmen kapitulierte 2016 und gab sein China-Geschäft im Gegenzug für eine Beteiligung an Didi ab. Dadurch hält Uber jetzt 12,8 Prozent an Didi und dürfte so – wie auch der mit 21,5 Prozent größte Anteilseigner Softbank – viel Geld am Börsengang verdienen.

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