Vorkonfiguration kann übernommen werden BMW probiert 3-D-App für i-Modelle aus

| Autor: Jens Rehberg

In der Münchner Niederlassung des Herstellers testen die Verkaufsberater gerade eine virtuelle Produktvisualisierung über die Augmented-Reality-Technologie von Google.

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Über Google-„Tango“ bietet der Hersteller Interessenten eine einfach zu bedienende Augmentetd-Reality-Erfahrung.
Über Google-„Tango“ bietet der Hersteller Interessenten eine einfach zu bedienende Augmentetd-Reality-Erfahrung.
(Bild: Rainer Häckl)

In der Münchner Niederlassung am Frankfurter Ring testet BMW seit Ende Dezember eine virtuelle Produktvisualisierung über die Augmented-Reality-Technologie von Google. Unter Anleitung der Verkaufsberater können dort interessierte Kunden ihren Wunsch-i3 beziehungsweise -i8 als interaktive Visualisierung in Originalgröße außen wie innen über ein Tablet-Gerät erkunden.

Die entsprechende App hat laut einer BMW-Pressemitteilung der Beratungs- und Technologie-Dienstleister Accenture entwickelt. Dabei wurden Bilddaten der beiden i-Modelle in eine Anwendung integriert, die die Google-„Tango“-Technologie verwendet. Richtet der Nutzer das Gerät auf eine freie Fläche aus, sieht er auf dem Bildschirm das Auto aus der jeweils eingenommenen Perspektive. Die Innen- und Außenfarben sowie die Felgen können über entsprechende Schaltflächen angepasst werden. Außerdem können die Türen geöffnet und das Licht eingeschaltet werden.

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Eine komplette Konfiguration ist allerdings nicht möglich – das Tool wurde in Bezug auf Bedienbarkeit so simpel wie möglich konzipiert. Die einfache Vorkonfiguration kann allerdings beispielsweise mittels eines QR-Codes gespeichert und von einem Verkäufer später zur weiteren Bearbeitung wieder aufgerufen werden.

Eric Johnsen von Google sagt über die Technologie: „Was Tango so besonders macht, ist die Tatsache, dass es den Kontext des Raums versteht, in dem es sich befindet. Das heißt beispielsweise, dass sich die Räder des Fahrzeugs wirklich auf dem Boden befinden. Das vermittelt ein deutlich realistischeres Erlebnis.“ Bei ersten Tests hätten sich Kunden beim virtuellen Einsteigen ins Auto in der Annahme eines Türrahmens tatsächlich gebückt, um nicht mit dem Kopf anzustoßen.

Nach einem erfolgreichen Test – die App wird außer in München derzeit auch auf weiteren Märkten erprobt – will BMW die Anwendung im Google-Play-Store für Android-Apps zum Download bereitstellen. So können interessierte Nutzer künftig realistisch prüfen, wie sich denn der i8 so in der eigenen Garagenauffahrt machen würde.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf unserem Partnerportal KFZ-Betrieb.

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Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«