E-Ink-Technologie BMW macht den iX zum Chamäleon

Von Andreas Wehner

Dank einer neuartigen Folierung kann der auf der CES in Las Vegas gezeigte BMW iX Flow seine Farbe ändern. Dahinter steckt eine Technologie, die man von E-Book-Readern kennt.

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BMW zeigt auf der CES in Las Vegas einen iX, der seine Außenfarbe ändern kann.
BMW zeigt auf der CES in Las Vegas einen iX, der seine Außenfarbe ändern kann.
(Bild: BMW)

Im Innenraum kennt man das bei vielen Herstellern und Modellen: Mittels Licht lässt sich die Farbe an die jeweilige Stimmung anpassen. BMW hat auf der CES in Las Vegas jetzt ein Konzeptfahrzeug vorgestellt, bei dem sich auch die Außenfarbe auf Knopfdruck verändern lässt.

Der iX Flow ist mit speziellen Folien beschichtet, die sich in schwarz, weiß oder verschiedenen Zwischentönen einfärben lassen. Dahinter steckt die E-Ink-Technologie, die man in ähnlicher Form von E-Book-Readern kennt.

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In die Beschichtung des iX sind mehrere Millionen Mikrokapseln eingebracht, deren Durchmesser jeweils der Stärke eines menschlichen Haares entspricht. In jeder dieser Mikrokapseln befinden sich negativ aufgeladene weiße und positiv aufgeladene schwarze Pigmente. Je nach gewählter Einstellung wird durch Anlegen eines elektrischen Stroms dafür gesorgt, dass sich entweder die weißen oder die schwarzen Pigmente an der Oberfläche der Mikrokapseln sammeln und so der Karosserie den gewünschten Farbton geben.

Keine Spannung beim Farbwechsel

BMW weist darauf hin, dass eine solche Technologie beim Energiesparen helfen könne. Denn eine weiße Oberfläche reflektiert deutlich mehr Sonnenlicht als eine schwarze. Folglich könnte man bei starker Sonneneinstrahlung und hohen Außentemperaturen die Aufheizung des Fahrzeugs reduzieren, indem man es hell einfärbt. Bei kühler Witterung kann das Auto mit einer dunklen Außenhaut mehr Wärme aus dem Sonnenlicht auf nehmen.

Die Farbänderung selbst geht energiesparend vor sich. Strom wird nur für die kurze Wechselphase gebraucht. Um die Farbe zu halten ist keine Spannung nötig.

BMW bezeichnet den iX Flow als „fortgeschrittenes Forschungs- und Designprojekt“. Inwieweit die E-Ink-Technologie tatsächlich bei Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen könnte, lässt der Hersteller offen.

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