Audi on demand Audi nimmt sein Auto-Abo nach nur wenigen Monaten vorerst wieder vom Markt

Autor: Christoph Seyerlein

Auto-Abos liegen im Trend. Auch Audi war in Deutschland erst vor wenigen Monaten auf den Zug aufgesprungen. Doch nun ist das Angebot wieder vom Markt verschwunden. Und auch die gesamte Mobilitätsplattform Audi on demand will der Hersteller vorerst stoppen. Was dahinter steckt.

Audi will seine Mobilitätsplattform Audi on demand neu aufsetzen.
Audi will seine Mobilitätsplattform Audi on demand neu aufsetzen.
(Bild: Audi)

Ende Mai hatte Audi sein eigenes Auto-Abo in Deutschland auf den Markt gebracht. Jetzt ist damit vorerst schon wieder Schluss. Und nicht nur das: Mit Audi on demand nehmen die Ingolstädter für einige Zeit ihren gesamten Bereich für Mobilitätsservices für einige Zeit vom Markt. Entsprechende Informationen aus dem Handel bestätigte ein Audi-Sprecher unserem Schwestermagazin »kfz-betrieb« auf Nachfrage.

Komplett aufgeben will die Marke das Mobilitätsgeschäft aber nicht. Vielmehr stehe ein Relaunch an, erklärte der Sprecher. Diesen will der Hersteller gemeinsam mit der Volkswagen-Financial-Tochter Euroleasing angehen. Dabei gehe es darum, den Ausbau des Mobilitätsservices zu beschleunigen und Synergien zu heben.

Deshalb habe Audi die entsprechenden Verträge mit dem Handel fristgerecht gekündigt. Die Partner sollen nun eine neue Vereinbarung mit der Euro-Leasing erhalten, ehe der Relaunch erfolgt.

Im Frühjahr 2022 sollen die Angebote zurückkommen

Während das Abo bereits seit Anfang September bis auf Weiteres nicht mehr verfügbar ist, sollen Buchungen für Kurzzeitmieten über Audi on demand Rent noch bis Jahresende möglich sein. „Ziel ist, beide Angebote im Frühjahr 2022 wieder auf den Markt zu bringen“, erklärte der Sprecher.

Die Neugestaltung dürfte ein Hinweis darauf sein, wie der Volkswagen-Konzern insgesamt sein Mobilitätsgeschäft neu aufstellen will. Die Wolfsburger hatten vor Kurzem die Übernahme von Europcar angekündigt. Als Vermieter will der Autobauer das Unternehmen nicht allein einsetzen.

Stattdessen soll eine Mobilitätsplattform daraus entstehen. Ein Ziel sei es beispielsweise, die Nutzungsdauer der Fahrzeuge pro Tag zu erhöhen, hatte Volkswagen-Chef Herbert Diess kürzlich erklärt.

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Fachredakteur Next Mobility